Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden letzten Sonntag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr

Kinderführungen in den Ferien – Von Mammut bis zum Münzschatz

Die Führungen finden jeweils um 14.30 Uhr statt und dauern etwa eine Stunde. Treffpunkt ist das Foyer. Hier finden sich Garderobenschränke in denen alle Sachen Platz haben, die beim Weg durch das Museum schwer werden können. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Um Anmeldung wird daher gebeten unter 03381/410 41 12 oder reservierung@landesmuseum-brandenburg.de

Eintritt: 2,00 € pro Kind | 3,00 € pro Erwachsener Kinder unter 10 Jahren frei

Thema: Steinzeit

Di, 10. Juli – 14.30 Uhr

Wie groß ist ein Mammut? Wie lebten die Jäger und Sammler? Wie fühlt sich ein Feuerstein an? Nachgebaute Fundstücke und Naturmaterialien vermitteln anschaulich die älteste Periode der Menschheitsgeschichte.

Thema: Bronzezeit

Di, 17. Juli – 14.30 Uhr

Seitdem die Menschen Bronze und Eisen kannten, veränderte sich ihr Leben drastisch. Doch seit wann und vor allem wie erlernten die Menschen den Umgang mit den ersten Metallen? In dieser Kinderführung geht es um das frühe Metallhandwerk, prächtige Waffen und Schmuck und das Leben der Germanen.

Thema: Eisenzeit

Di, 24. Juli – 14.30 Uhr

Was ist Eisen und warum war es so wertvoll? Wer waren die Germanen? Und was hat man für Schmuck getragen vor 2500 Jahren? Dazu erfährt man in der dritten Kinderführung anhand beeindruckender Funde und erläuternder Filme mehr. Nachgebaute Fundstücke und Naturmaterialien ergänzen die Zeitreise.

Thema: Völkerwanderungszeit/Slawenzeit

Di, 31. Juli – 14.30 Uhr

Warum begaben sich einst zahlreiche Völker auf eine lange Wanderschaft durch ganz Europa? Wer waren die Slawen, die auch in Brandenburg lebten und woher kamen sie ursprünglich? Als Meister der Zimmermannskunst errichteten die Slawen beeindruckende Holzburgen und schnitzten Möbel sowie Spielsachen für ihren Alltag.

Thema: Mittelalter

Di, 7. August – 14.30 Uhr

Wir wissen, dass Bauern, Kaufleute, Kirchengelehrte und der Adel das Bild mittelalterlicher Gesellschaften prägten. Doch wie genau sah das einfache Leben in einem Dorf oder einer Stadt des Mittelalters aus?

Thema: Neuzeit

Di. 14. August – 14.30 Uhr

Die Menschen lebten immer moderner. Wissenschaft, Wirtschaft und oft auch der Krieg bestimmten das Leben. Erfahrt in der Führung alles über große Münzschätze, moderne Erfindungen und wunderschöne Gebrauchsgegenstände.


Wer mehr Zeit im Museum verbringen möchte, dem empfehlen wir unsere Ferienworkshops >





Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Mi, 27. Dezember 2017, 11.00 und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgisches Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Vom Großsteingrab zur Kirchengruft. Bestattungssitten im Wandel der Zeit.

So, 28. Januar 2018, 15.00 Uhr

Bestattungen sind für Archäologen besonders aussagekräftige Befunde. Obwohl es zunächst widersprüchlich klingen mag, so liefern Gräber, aber auch die Verstorbenen selbst, den Experten zahlreiche Informationen über das Leben vor langer Zeit. Nicht nur Glaubensvorstellungen und der darauf basierende Umgang mit dem Tod spiegeln sich in den Bestattungen wider. Wir erfahren dank Grabuntersuchungen auch, ob Friedhöfe in der Nähe von Siedlungen angelegt wurden, welche Kleidung und welchen Schmuck den Verstorbenen mitgegeben wurden, wieviel Arbeitsaufwand hinter der Anlage eines Grabes stand und vieles mehr. Anthropologische Untersuchungen können auch enthüllen, wie alt die Verstorbenen waren und unter welchen Krankheiten sie zu Lebzeiten litten. Wagen wir einen Blick in das Reich der Verstorbenen bei einer Sonderführung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Mit Zepter, Schwert und Diadem. Den Eliten vergangener Gesellschaften auf der Spur.

So, 25. Februar 2018, 15.00 Uhr

In der archäologischen Forschung geht man davon aus, dass sich in der Bronzezeit soziale Oberschichten herausbildeten. Doch auch in noch älteren Kulturen scheint es bereits Individuen mit großem Einfluss und hohem Status gegeben zu haben. Imposante Grabmäler und prächtige Wohnbauten, aber auch der Besitz von seltenen Importwaren, kostbarem Schmuck und Waffen können auf den Rang einer Person oder einer ganzen Gruppe verweisen. Gibt es auch im Brandenburger Fundmaterial Hinweise auf einflussreiche Individuen oder Eliten? Und warum mögen diese Menschen eine Sonderstellung in der damaligen Gesellschaft eingenommen haben? Interessante Fragen, denen wir auf dieser Sonderführung durch die Dauerausstellung des Hauses nachgehen wollen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Musik und Tanz von der Steinzeit bis in das Deutsche Mittelalter.

So, 25. März 2018, 15.00 Uhr

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Musik und Tanz von der Steinzeit bis in das Deutsche Mittelalter. Konzerte, Chorabende und Tanzveranstaltungen gehören bis auf den heutigen Tag zu den schönsten Seiten, die das Leben zu bieten hat. In geselliger Runde wird sich amüsiert, werden Kontakte geknüpft, das Tanzbein geschwungen und nicht selten musikalisches Kulturgut bewahrt. Ein Blick in die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg beweist, dass auch unsere Vorfahren um die Wirkung der Musik wussten. Mit Tontrommeln und Schwirrhölzern erzeugte man bereits in der Steinzeit verschiedenste Klänge und Geräusche. Klapperbleche, Rasseln, Flöten und Glöckchen kamen von der Bronzezeit bis zum Mittelalter zum Einsatz. Doch Musik, Gesang und Tanz standen nicht nur im Zeichen von Geselligkeit und Vergnügen, sondern spielten vermutlich frühzeitig eine wichtige Rolle in Kult und Glaubenspraxis. Begeben wir uns auf eine wissenswerte und wohl klingende Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Schlagende Argumente? Archäologische Spuren von Kampf und Krieg durch die Jahrtausende.

So, 29. April 2018, 15.00 Uhr

Wir wissen, dass bereits unsere steinzeitlichen Vorfahren die Herstellung und den Einsatz von Waffen beherrschten. Die meisten Waffen kamen bei der Jagd zum Einsatz – doch nicht nur, wie anthropologische Untersuchungen an menschlichen Skeletten immer wieder bestätigen. In den Gesellschaften der Bronze- und Eisenzeit spielten Waffen, vor allem Schwerter, eine bedeutende Rolle. Für diese Zeit deuten archäologische Funde auf das Entstehen von Kriegereliten hin, und wir kennen auch kostbare Waffenopfer. Auch aus dem Mittelalter und der Neuzeit sind zahlreiche Funde beredte Zeugnisse von unruhigen Zeiten und einer gewissen Tradition des Kampfes: Schwerter, Ritterrüstungen, Kanonen- und Musketenkugeln gehören zum schaurigen, aber gängigen Fundmaterial dieser Epochen. Lassen wir uns in dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg auf die kriegerische und unruhige Seite des menschlichen Lebens ein.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher – 41. Internationaler Museumstag

So, 13. Mai 2018 – 11.00 und 14.00 Uhr

Ziel des Internationalen Museumstages ist es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Im Jahr 1977 ins Leben gerufen, möchte der Internationale Museumstag den Museen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Welt die Möglichkeit geben, gemeinsam auf die Bedeutung ihrer Arbeit als Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben hinzuweisen, und gleichzeitig Besucherinnen und Besucher ermuntern, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg bietet anlässlich des Internationalen Museumstages zwei Führungen durch die umfangreiche Dauerausstellung des Hauses an und lädt die Besucher ein, archäologische Schätze aus 130.000 Jahren Kulturgeschichte kennenzulernen.

Der Internationale Museumstag wird vom Deutschen Museumsbund e. V. in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit ICOM Deutschland, den regionalen Museumsorganisationen und den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe koordiniert. Die bundesweite Kommunikation steuert der Deutsche Museumsbund e. V.

Der Eintritt ist frei, ebenso die Teilnahme an den Führungen.


Mit Reuse, Netz und Hakenpflug. Jagd- und Anbautechniken in prähistorischen und historischen Gesellschaften.

So, 27. Mai 2018, 15.00 Uhr

Mit Reuse, Netz und Hakenpflug. Jagd- und Anbautechniken in prähistorischen und historischen Gesellschaften. Bereits die ältesten archäologischen Hinterlassenschaften aus dem Land Brandenburg belegen, dass der Mensch Geräte herstellte, die bei der Nahrungsbeschaffung in den Weiten der Natur zum Einsatz kamen. Besonders die mittelsteinzeitlichen Jäger, Sammler und Fischer zeigten sich sehr erfindungsreich bei der Fertigung von Fang- und Jagdgeräten aus Naturmaterialien. Herausragende Exponate wie das ca. 10.000 Jahre alte Fangnetz aus Friesack belegen dies eindrücklich. Doch auch die sesshaften bäuerlichen Kulturen von der älteren Steinzeit bis in die Neuzeit hinein haben zahlreiche Spuren ihrer agrarischen Tätigkeiten und damit verbundenen Ernährungsgewohnheiten hinterlassen. So zeugen hölzerne Pflüge, eiserne Sicheln oder tönerne Tröge vom bäuerlichen Leben vergangener Zeiten. Eine spannende Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg erwartet uns.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Dechsel, Beil und Knochenpfriem. Handwerkstechniken von der Steinzeit bis zur Neuzeit.

So, 24. Juni 2018, 15.00 Uhr

In unserer heutigen Zeit übernehmen vielerorts Maschinen, Computer und Roboter die Arbeitsprozesse. Doch noch immer gilt: Handwerk hat goldenen Boden. In dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg werfen wir einen Blick auf die Arbeitsbereiche und das handwerkliche Können unserer Vorfahren von der Steinzeit bis zur Neuzeit. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Werkzeugen und Geräten, die zum Einsatz kamen. Denn im Gegensatz zu den meist vergänglichen Erzeugnissen aus Holz und organischem Material, haben die Arbeitsgeräte aus Stein und Metall die Zeiten oft überstanden. Was hat es also auf sich mit Werkzeugen wie Dechsel, Steinbeil und Knochenpfriem? Eine Frage, die wir auf dieser Sonderführung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg beantworten wollen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Von Jägern, Sammlern und Schamanen. Die Mittlere Steinzeit in Brandenburg.

So, 29. Juli 2018, 15.00 Uhr

Von Jägern, Sammlern und Schamanen. Die Mittlere Steinzeit in Brandenburg. Die Mittlere Steinzeit, auch Mesolithikum genannt, währte im heutigen Brandenburg von ungefähr von 9500 – 4500 v.Chr. Zu Beginn dieser Epoche hatten sich Flora und Fauna – und mit ihnen das Leben der Menschen – nachhaltig verändert. Die nacheiszeitlichen Jäger, Sammler und Fischer der mittleren Steinzeit bewohnten eine von Wald- und Heidelandschaften geprägte Welt, die reichlich Nahrung bot. Zahlreiche Funde von Jagd- und Fanggeräten, aber auch Reste von Muscheln, Samen und Basterzeugnissen belegen, dass der Mensch sich bestens an eine Umwelt angepasst hatte und sie zu nutzen wusste. Auch Hinweise auf eine ritualisierte Totenbestattung, Schamanismus und frühe künstlerische Ausdrucksformen stammen aus dem Mesolithikum. Erfahren wir mehr über diese hochinteressante Epoche auf einer Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Von Opfern, Orakeln und heiligen Pferden. Kult, Ritus und Religion von der Steinzeit bis zur Neuzeit.

So, 26. August 2018, 15.00 Uhr

Hinweise für Glaube und Kult lassen sich bis in die frühesten Anfänge der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen – und sagen viel über die Menschen, ihre Lebenswelten, ihre Sorgen, Nöte und Wünsche aus. Dennoch ist es aus archäologischer Sicht nicht immer einfach zu klären, welche Funde und Befunde einen religiösen und/oder kultischen Bezug aufweisen. Die Gedankenwelten und komplexen Kultpraktiken unserer Vorfahren üben einen großen Reiz auf uns aus, doch lassen sie sich schwer rekonstruieren. Aus historischen Gesellschaften gibt es schriftliche und materielle Hinterlassenschaften sowie zuweilen auch architektonische Zeugnisse, die uns einen Einblick in die gelebte Religion vergangener Zeiten erlauben. Widmen wir uns auf dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg den Glaubens- und Vorstellungswelten unserer Vorfahren.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Entdecken, was uns verbindet – Tag des offenen Denkmals

So, 9. September 2018 – 13.00 Uhr

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg lädt ein zum Tag des offenen Denkmals und zu einer Sonderführung zum Thema „Europa in Brandenburg. Archäologische Spuren ferner Kontakte und weitreichender Beziehungen“.

Der Tag des offenen Denkmals wird koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Der

Eintritt ist frei, ebenso die Teilnahme an den Führungen.


Söldner, Bauern, Eisenzeitler. Die Germanen in Brandenburg.

So, 30. September 2018, 15.00 Uhr

Der Begriff „Germane“ ist bis auf den heutigen Tag in aller Munde und erweckt zahlreiche, zuweilen widersprüchliche Assoziationen. Aus archäologischer Sicht sind die so genannten Germanen Menschen der Eisenzeit und der Völkerwanderungszeit, die in einem großen Gebiet siedelten, das von Westdeutschland, über Skandinavien bis in das heutige Polen hinein reichte. Man lebte in kleinen, weilerartigen Siedlungen und unterhielt vielfältige, zuweilen stark beeinflussende Kontakte zu anderen Germanengruppen und benachbarten Völkern wie den Kelten oder Römern. Viele Informationen, die wir über die Germanen haben, stammen zumeist aus römischer Beobachterperspektive. Doch was können wir anhand archäologischer Funde und Befunde über die germanischen Gruppen in Brandenburg – die sich selbst vermutlich niemals als Germanen bezeichnet haben – aussagen? Lassen wir auf dieser Führung die Exponate der vorrömischen Eisenzeit, der Kaiserzeit und der Völkerwanderungszeit in der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg sprechen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Expertenführung: Archäologie

So, 14. Oktober 2018, 15.00 Uhr

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg stellt auf fünf Etagen Exponate aus ungefähr 100.000 Jahren Kulturgeschichte des Bundeslandes aus. Die Mehrheit der gezeigten Artefakte wurde bei archäologischen Untersuchungen entdeckt. Doch wie läuft eine Ausgrabung eigentlich ab? Wie werden Funde und Befunde entdeckt, dokumentiert, geborgen und ausgewertet? In dieser Expertenführung gewährt der erfahrene Archäologe Wolfgang Niemeyer Einblicke in seinen Berufsalltag. Der Besucher erfährt, welchen Wert unscheinbare Bodenverfärbungen für den Archäologen haben oder welche Informationen Scherben, Knochen und andere Funde bereithalten können. Auch den gängigen Arbeits- und Datierungsmethoden werden wir uns auf dieser praxisbezogenen Führungen widmen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Von Siedlern, Bauern und Totenhütten. Die Jungsteinzeit in Brandenburg.

So, 28. Oktober 2018, 15.00 Uhr

Die Jungsteinzeit, auch als Neolithikum bezeichnet, ist der letzte Abschnitt der Steinzeit, der in unseren Breitengraden ungefähr in die Zeit von 4000 – 2200 v.Chr. zu datieren ist. In das Neolithikum fallen einschneidende Entwicklungen, die das menschliche Leben bis auf den heutigen Tag beeinflussen. Der Mensch ging während der Jungsteinzeit dazu über, sein Dasein als Jäger und Sammler aufzugeben und sesshaft zu werden. Vollkommen neue Arbeitsbereiche und bisher unbekannte Lebenswelten eröffneten sich. So lernte der Mensch, Getreide anzubauen, Tiere zu halten und zu züchten, aber auch Häuser und Brunnen zu bauen oder Keramiken herzustellen. Die Jungsteinzeit ist auch die Epoche der Großsteingräber und weniger bekannten Kreisgrabenanlagen – beides Zeugnisse kollektiver Bauvorhaben und komplexer Glaubensvorstellungen der Neolithiker. Begeben wir uns auf dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg in die hochdynamische Zeit der Jungsteinzeit.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Expertenführung: Archäozoologie und Archäobotanik

So, 11. November 2018, 15.00 Uhr

Nicht nur Scherben werden bei archäologischen Ausgrabungen geborgen. Häufig findet man auch Überreste von Tieren und Pflanzen. Die Untersuchung dieser Funde übernehmen Archäozoologen und Archäobotaniker. Im Ergebnis erfahren wir viel über die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren, zu Jagd und Sammlertätigkeit, Viehzucht und Ackerbau. Bei den zoologischen Resten handelt es sich in erster Linie um Knochen, Horn und Geweih, bei den Pflanzenfunden um Samen, Pollen und Holz. Aber auch Pflanzenfasern, Schneckengehäuse und Vogelfedern können bei archäologischen Ausgrabungen zu Tage treten. Ihre Zusammensetzung lässt auf die Vegetation sowie Anbaumethoden, Ernährung und Handwerk vergangener Zeit rückschließen. Die Archäozoologin Frau Dr. Susanne Hanik und die Archäobotanikerin Frau Dr. Susanne Jahns werden auf dieser Expertenführung Wissenswertes über ihre Arbeiten vermitteln und ausgewählte Exponate der Dauerausstellung erläutern.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Loch im Kopf und Aderlass? Behandlungsmethoden und Medizin von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.

So, 25. November 2018, 15.00 Uhr

Werden wir heute krank, gehen wir zum Arzt oder kurieren uns mit Mitteln aus der Apotheke. Doch wie heilten die Menschen in vergangenen Zeiten einfache Blessuren oder ernsthafte Erkrankungen? Bei archäologischen Untersuchungen sind Funde von medizinischem Gerät und Spuren von Heilpflanzen und Arzneien eine Seltenheit, aber es gibt sie. Auch Schriftquellen verraten vor allem für das Mittelalter und die Neuzeit Aufschlussreiches über die Behandlung von Krankheiten und den Umgang mit Erkrankten. Aussagekräftig sind auch menschliche Skelette, die viel über den Gesundheitszustand eines Individuums verraten können. Besonders für frühe, noch schriftlose Gesellschaften liefern Knochen wichtige Informationen. So wissen wir, dass man bereits in der Jungsteinzeit Trepanationen durchführte, bei denen der menschliche Schädel geöffnet wurde. Eine Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums auf den Spuren von Heilkunst und früher Medizin.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Expertenführung: Restaurierung

So, 9 Dezember 2018, 15.00 Uhr

Artefakte, die lange Zeit in der Erde, in geschlossenen Räumen oder in feuchtem Milieu überdauert haben, gelangen nach ihrer Bergung meist in die Hände von Restauratoren. Diese Spezialisten reinigen und restaurieren die Objekte und helfen so, diese auch für die Zukunft zu erhalten. Um das zu gewährleisten, muss ein Restaurator um die Eigenschaften verschiedener Materialien wissen und den Blick für das berühmte Detail haben. In einem Museum gehört es auch zu den Aufgaben des Restaurators, Objekte für eine ansprechende und informative Präsentation vorzubereiten. Die Ausstellungsbedingungen müssen hierbei jedoch gewährleisten, dass die Stücke keinen Schaden nehmen. Welche Temperatur, welche Lichtintensität oder welche Luftfeuchtigkeit sind für verschiedene Materialien eigentlich zulässig? Und worin besteht der Unterschied zwischen Konservierung und Restaurierung? Thomas Mattern, der Restaurator des Hauses, wird diese und andere interessante Fragen zu seinem Berufsbild auf seiner Expertenführung in der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg beantworten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Vom Bastschuh zur Trippe. Bekleidungssitten im Wandel der Jahrtausende.

So, 16. Dezember 2018, 15.00 Uhr

Kleidung schützt den Menschen seit jeher vor Witterungseinflüssen und sagt gleichzeitig viel über Herkunft, Geschlecht und soziale Stellung des Trägers oder der Trägerin aus. Nicht zuletzt Modegeschmack und Schönheitsideal einer jeweiligen Epoche werden anhand des äußeren Erscheinungsbildes greifbar. Auch wenn sich Leinen, Wolle oder Leder nur selten im Boden erhalten haben, gibt es eben doch immer wieder spektakuläre Funde von Kleidungsstücken oder deren Fragmenten. Häufiger hingegen stößt der Archäologe auf Schmuck und Accessoires, die - je nach Epoche - aus Knochen, Geweih, Metall oder Glas hergestellt sein konnten. Auf dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg widmen wir uns ganz dem modischen Geschmack unserer Vorfahren.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Di, 27. Dezember 2018, 11.00 und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

Fund im Fokus

An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird komprimiert auf 30 Minuten ein besonderer Fund des Archäologischen Landesmuseums vorgestellt, der historische Kontext wird genauso erläutert wie die Fundumstände und die Bedeutung für die Wissenschaft.

Termin: jeweils am zweiten Donnerstag des Monats
Uhrzeit: 16.00 Uhr (Dauer i. d. R. 30 Minuten)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr




Steinalt – Die ältesten Faustkeile aus dem Land Brandenburg

Do, 11. Januar 2018 – 16.00 Uhr

Der Faustkeil gehört zu den ältesten Universalwerkzeugen der Menschheit. Wahrscheinlich wurden sie vor ungefähr 1.5 Mill. Jahren in Afrika vom Homo erectus erfunden. In Europa gibt es sie seit über 500 000 Jahren. Meist aus Quarzit, Hermstein oder Feuerstein bestehend dienten diese Werkzeuge überwiegend zum Schneiden, Schaben, Spalten und Bohren. Was verraten uns aber die ältesten Faustkeile aus dem Land Brandenburg? 

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein guter Schliff – Pfeilschaftglätter aus Golßen

Do, 8. Februar 2018 – 16.00 Uhr

In der Steinzeit dienten den Menschen Schleifsteine zum Schleifen der hölzernen Pfeilschäfte. Sie haben eine flache, geschliffene und eine gewölbte, meist gepickte Fläche. Es ist zu vermuten, dass solche Steine paarweise mit der flachen Seite gegeneinander gelegt wurden, um Pfeilschäfte zu überschleifen. Natürlich ist aus eine einzelne Verwendung denkbar, etwa um Spitzen, Nadeln usw. aus organischem Material herzustellen. Das in der Führung vorgestellte Exemplar ist eines von nur fünf bislang in Deutschland gefundenen der sogenannten Rückenspitzgruppen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ritualstab oder „nur“ ein Werkzeug – Der verzierte Lochstab aus Friesack

Do, 8. März 2018 – 16.00 Uhr

Lochstäbe zählen zu den auffälligsten Geräten, nicht nur in der Mittelsteinzeit, sondern auch schon seit der Zeit der späteiszeitlichen Rentierjäger etwa 30000 Jahren v. Chr. Sie werden aus einer Gabelung des Geweihs geschnitten, anschließend gebohrt und geglättet. Frühere Forschungen deuteten sie aufgrund ihrer auffallenden Verzierung als Zepter, Kommando- oder Zauberstab. Auch die Inuit Nordamerikas benutzten solche Stäbe. Jedoch hatten diese eine ganz andere Funktion. Welches Geheimnis verbirgt sich aber hinter dem verzierten Lochstab aus dem Havelland?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Das älteste Textil der Welt – Ein Tragenetz aus Friesack

Do, 12. April 2018 – 16.00 Uhr

Etwa 8000 v. Chr. benutzten die Jäger und Sammler in der Gegend um Friesack ein Netz aus Weidenbast. Nicht etwa zum Fischfang, wie es vielleicht naheliegend wäre, sondern als Tragenetz. Dieses älteste geknüpfte Textil der Welt, welches sich im Grundwasserbereich über 10 000 Jahre in Fragmenten erhalten konnte, zeugt von der Kunstfertigkeit der damals lebenden Menschen. Woher weiß man so genau, wie alt das Netz ist und warum ist es vermutlich nicht für den Fischfang genutzt worden? Diese und noch weitere Fragen werden bei dieser Führung erörtert.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Das Loch in der Steinaxt von Dahlewitz

Do, 17. Mai 2018 – 16.00 Uhr

Bereits vor über 6000 Jahren beherrschten die Menschen die Technik der Hohlbohrung. Sie durchbohrten ihre aus Stein gefertigten Äxte, Beile und Hacken um sie anschließend mittels eines Holzschaftes aufzustielen. Sie fanden heraus, dass sich dadurch der Gebrauch dieser Geräte enorm verbesserte. Was man für solche Bohrungen benötigte um sie durchzuführen, wie lange der Vorgang dauerte und weitere Aspekte der Steinbearbeitung sollen bei der Führung erläutert werden.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Keltisches Gold – Das Regenbogenschüsselchen aus Paaren im Glien

Do, 14. Juni 2018 – 16.00 Uhr

Zwischen dem 5. und 1. Jahrhundert v. Chr. pflegt die eisenzeitliche Bevölkerung einen regen Austausch unter anderem mit der keltischen Welt. Neben Importen wie Gewandspangen, die im Verlauf von eigenen Handwerkern abgewandelt wurden, fand auch ein sogenanntes Regenbogenschüsselchen aus Gold den Weg in unsere Region. Diese Münze, gefunden in Paaren im Glien, benannt nach ihrer charakteristischen Schüsselform und einem Aberglauben, steht im Mittelpunkt der Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Der zerbrochene Krug – oder ein seltsames Gefäß mit Doppeltülle

Do, 12. Juli 2018 – 16.00 Uhr

Ein etwa 5000 Jahre alter Krug mit einer Doppeltülle gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf. Das Gefäß aus Wustermark im Lkr. Havelland war vermutlich Bestandteil eines Opferplatzes, zu dem noch andere Fragmente von Gefäßen gehörten. Neben menschlichen Knochen und einer Axt lagen sie verstreut auf einer Fläche im Boden. Das Gefäß mit den beiden Tüllenöffnungen ist bisher einzigartig. Lässt sich noch feststellen, wozu es verwendet wurde?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Wie das Salz in die Suppe kam – Briquetage – Keramikfragmente aus Saalhausen

Do, 9. August 2018 – 16.00 Uhr

Salz war schon in der Bronzezeit ein begehrter Rohstoff und dadurch sehr wertvoll. In Brandenburg fehlten jedoch die jeweiligen Lagerstätten. Die daraus entstandenen Fernkontakte führten nicht nur zu einem Austausch von Rohstoffen sondern auch von Ideen. Die zur Salzgewinnung verwendeten normierten Gefäße aus Ton, sogenannte Briquetage, wurden auch als Grabbeigaben verwendet. Was Sie schon immer über Salz wissen wollten…

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Kaiser Augustus im Land Brandenburg oder pecunia non olet – Geld stinkt nicht – Eine römische Münze in Rathenow

Do, 13. September 2018 – 16.00 Uhr

Während der ersten vier Jahrhunderte n.Chr. bezeugen importierte Gegenstände aus dem Römischen Reich Kontakte mit der römischen Welt. Wie sahen diese Verbindungen aus? Waren sie rein kriegerischer Natur? Stellvertretend hierfür soll eine Silbermünze mit dem Konterfei und aus der Regierungszeit des Kaisers August stehen. Diente sie vielleicht als Zahlungsmittel? Gab es in unserer Region zu dieser Zeit eigentlich eine Geldwirtschaft im heutigen Sinne?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Älteste Artefakte im Land Brandenburg

Do, 11. Oktober 2018 – 16.00 Uhr

Im Braunkohletagebau Jänschwalde entdeckten Archäologen im Jahre 2013 einen eiszeitlichen Fundplatz. Dort fanden sich fast 130 000 Jahre alte Tierknochen von denen einige Schnittspuren von Steinwerkzeugen aufwiesen. Die dazugehörigen Feuersteingeräte, mit denen die Neandertaler das Fell sowie das Fleisch vom Knochen abschabten, weisen die Stelle als Jagd- und Zerlegestelle aus Durch diese Funde lassen sich die Lebensumstände der Neandertaler genauer rekonstruieren und eine vergangene Welt so wieder auferstehen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Eine Terrine mit Swastikaverzierung

Do, 8. November 2018 – 16.00 Uhr

Ein Grabfund aus Cammer im Nordwesten Brandenburgs brachteu.a. eine rädchenverzierte Terrine ans Tageslicht. Diese Art von Gefäßen mit schwarzer, glänzend polierter Oberfläche waren in den ersten Jahrhunderten n. Chr. sehr beliebt und begehrt. Im Elbegebiet tragen sie bis in die Zeit 150 n. Chr. in die Oberfläche gerädelte, geometrische Motive. Das Hakenkreuz, ein uraltes Symbol, ist eines davon. Wie fand dieses Zeichen den Weg von Asien nach Europa und was war ursprüngliche Bedeutung, bevor es im 20. Jahrhundert ideologisch vereinnahmt wurde? Lassen Sie sich wieder auf eine weitere Zeitreise durch die Kulturen mitnehmen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Spitzkännchen oder „Kaffeekännchen“ – Ein Trankopfer-Gefäß nicht für alle Tage

Do, 13. Dezember 2018 – 16.00 Uhr

In der späten Bronzezeit (700 - 350 v.Chr.) waren die sogenannten Spitzkännchen mit ihren hochgezogenen Henkeln, die charakteristische Gefäßform. Die bis zu 9 cm hohen Gefäße haben ein Fassungsvermögen von etwa 0,1 Liter, der Füllmenge einer Omphaloschale. Eine Schale, die als Synonym den Mittelpunkt und den Nabel des Geschehens darstellte. In drei Viertel der Gräber aus der Zeit lagen die Kännchen in den Schalen. Was hatte es damit auf sich? Welcher Ritus steckte dahinter?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr