Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden letzten Sonntag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Kleider machen Leute (1) - Vom Bastumhang zur Gürteldose

So, 28. Mai 2016 – 15.00 Uhr

Kleidung ist nicht nur praktisch und schützt vor Witterungseinflüssen, sondern sagt viel über Herkunft, Geschlecht und soziale Stellung des Trägers oder der Trägerin aus – und natürlich über die aktuelle Mode. Dies gilt natürlich auch für unsere Vorfahren. Archäologische Funde geben uns zahlreiche Aufschlüsse darüber, wie sich die Menschen vor langer Zeit kleideten – und warum sie das taten. Waren die Menschen in der Steinzeit wirklich nur in Felle gehüllt? Flachsgewänder und Strohschuhe? Wie kleidete man sich in der Jungsteinzeit? Wer trug schöne Bernsteinperlen und Armschnutzplatten aus Knochen? Trug die modebewusste Dame der Bronzezeit eine schwere Dose am Gürtel? Im ersten Teil der Sonderführung zum Thema „Kleidung“ versuchen wir zu beleuchten, was die Menschen in der kalten Spätsteinzeit trugen. Weiterhin lernen wir, aus welchen Materialien Jäger- und Sammler und erste sesshafte Bauern in Mittel- und Jungsteinzeit ihre Kleidung und Schmuckstücke fertigten. Schließlich werfen wir einen Blick auf die beeindruckenden Trachtensitten während der Bronzezeit.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Kleider machen Leute (2) - Von Silberfibeln, Filzmützen und hölzernen Pantoffeln

So, 25. Juni 2017 – 15.00 Uhr

Von Silberfibeln, Filzmützen und hölzernen PantoffelnKleidung ist nicht nur praktisch und schützt vor Witterungseinflüssen, sondern sagt viel über Herkunft, Geschlecht und soziale Stellung des Trägers oder der Trägerin aus – und natürlich über die aktuelle Mode und woher diese kam. Dies gilt natürlich auch für unsere Vorfahren. Archäologische Funde, aber auch historische Überlieferungen geben zahlreiche Aufschlüsse darüber, wie sich die Menschen vor langer Zeit kleideten – und warum sie das taten. War der Suebenknoten eine germanische Frisur oder doch eher eine Art das Tau zu binden? Ist eine Fibel nur eine Lesebuch oder kann diese auch schmücken? Wer trug schöne Schläfenringe? Welche Rolle spielten Gugel und Trippe in der Mode des Mittelalters? Im zweiten Teil der Sonderführung zum Thema „Kleidung“ widmen wir uns den Bekleidungssitten der Germanen und Slawen und werfen schließlich einen Blick auf die Mode im hohen und späten Mittelalter.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Felle, Flint und Feines Glas – Handel, Tausch und Fernbeziehungen

So, 30. Juli 2017 – 15.00 Uhr

Es gibt immer wieder archäologische Funde, die einer kleinen Sensation gleichen. Zum Beispiel Bernsteinschmuck im Pharaonengrab oder eine Buddha-Figur in der Wikingersiedlung. Derartige Entdeckungen belegen, dass es bereits früh Kontakte sowie Tausch- und Handelsbeziehungen zwischen Kulturen gegeben haben muss. Auf einer Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg werfen wir einen Blick auf ausgewählte Exponate aus dem Land Brandenburg – und ihre erstaunliche Herkunft. Wurde man durch Handel in der Jungsteinzeit im wahrsten Sinne des Wortes steinreich? Wie gelangten Kupfer, Salz und Gold in das bronzezeitliche Brandenburg? Trank der feinsinnige Germane aus römischen Glas? Sächsische Münzen, baltischer Bernstein und fränkische Waffen: Wie weit reichten die Handelsbeziehungen der Slawen? Diesen und anderen spannenden Fragen gehen wir auf unserem Rundgang durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums nach.


Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Von Göttern und Götzen - Glaubensvorstellungen im Wandel der Zeit

So, 27. August 2017 – 15.00 Uhr

Heilige Seen und Menschenopfer, mehrköpfige Götter und geweihte Waffen – und das in Brandenburg?Im Rahmen dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg werden verschiedene Glaubensvorstellungen und kultische Handlungen vorgestellt, die im Laufe mehrerer Jahrtausende auf dem Gebiet des heutigen Land Brandenburg von Menschen gelebt und praktiziert wurden.Der Glaube, und mit ihm verschiedenste religiöse Konzepte, sind so alt und so vielfältig wie das Menschsein. Gottheiten und übernatürliche Wesen, aber auch Tiere und Naturerscheinungen wurden verehrt. Oftmals zeugen die Glaubensvorstellungen und dazu gehörigen Kulte und Rituale von den Wünschen und Bedürfnissen, aber auch von den Ängsten und Nöten der Menschen, und gewähren uns so einen faszinierenden Einblick in einstige Lebenswelten.Gab es in der Mittleren Steinzeit Schamanen?Baute man in der ausgehenden Steinzeit monumentale Tempelanlagen?Opferte man in der Bronzezeit sein Hab und Gut uns unbekannten Mächten?Hatten die Slawen hölzerne Götter und heilige Pferde?Spannende Fragen, denen wir auf unserer Sonderführung durch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg nachspüren wollen.


Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Macht und Pracht – Tag des offenen Denkmals

So, 10. September 2017 – 13.00 Uhr

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg lädt zum Tag des offenen Denkmals und zu einer Sonderführung rund um Eliten, Fürstengräber und vielem mehr.

Der Tag des offenen Denkmals wird koordniniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Der Eintritt ist frei, ebenso die Teilnahme an den Führungen.


Heavy Metal Oder: die Ankunft der ersten Metalle –Von Kupferdolchen und Bronzeschwertern

So, 24. September 2017 – 15.00 Uhr

Viele Jahrtausende hindurch war Stein der wichtigste Werkstoff für die Herstellung von Waffen und Geräten.Doch im 4. Jahrtausend v.Chr. erschien in Form des Kupfers ein neues, bisher unbekanntes Material. Die Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, fasste ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. in Mitteleuropa Fuß. Nach ihr sollte sogar eine ganze Epoche benannt werden: Die Bronzezeit. In dieser Führung widmen wir uns ganz diesen beiden Metallen und ihrer überaus interessanten Rolle in prähistorischen Kulturen im heutigen Brandenburg.Wie gelangten die metallenen Rohstoffe aus weit entfernten Gegenden in das heutige Brandenburg? Stellten Metalldolche das Zepter der Vorzeit dar?Waren Bronzewaffen wirklich hieb-und stichfest? Opferte man die wertvollen Metalle mächtigen Göttern?Spannende Einblicke in die Welt der Kupfer- und Bronzezeit erwarten uns auf dieser Sonderführung durch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg.


Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Lager, Dorf und frühe Stadt – Siedlungsformen von der Steinzeit bis ins Mittelalter

So, 24. Oktober 2017 – 15.00 Uhr

Der Mensch, wie auch seine hominiden Vorfahren, lebte stets in Gemeinschaften. Das Kollektiv sicherte das Überleben in vielerlei Hinsicht – von der Fortpflanzung bis hin zur gemeinsamen Nahrungsbeschaffung. Doch wie und wo lebte man gemeinsam? Während frühe Jägerkulturen ihrer Beute hinterher ziehen mussten, entstanden mit der Sesshaftwerdung permanente Siedlungen mit dörflichem Charakter. Städte gibt es in Brandenburg sogar erst seit dem Mittelalter.Doch in welchen Behausungen fanden frühe Jäger und Sammler Schutz? Welche archäologischen Spuren hinterließ ein steinzeitlicher Lagerplatz? Lebten der Germane und sein Vieh unter einem Dach? Wald, Hügel oder doch ein Haus am See? Wo siedelten unsere Vorfahren am liebsten? Entstand die Stadt Brandenburg an der Havel aus einer slawischen Burg? Diesen und vielen anderen Fragen gehen wir bei der aktuellen Sonderführung durch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg auf den Grund.


Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Steinhart und eiskalt? – Die Steinzeiten in Brandenburg

So, 26. November 2017 – 15.00 Uhr

Die Steinzeit ist die längste Epoche der Menschheitsgeschichte. Aus wissenschaftlicher Sicht wird sie in Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit unterteilt. Alle drei Abschnitte haben zumindest eine Gemeinsamkeit: Die Nutzung von Stein als wichtigstem Werkstoff. Wie lebten und überlebten die Menschen im unwirtlichen Klima der Altsteinzeit? Woraus fertigten Sie ihre Gerätschaften und wie ernährten sie sich?Wie veränderten sich Flora und Fauna im milderen Klima der Mittelsteinzeit – und mit ihnen die menschlichen Lebensweisen? Wie bestattete man vor mehr als 10.000 Jahren die Verstorbenen? Töpfe, Tierzucht und Trepanationen? Was wissen wir über das Leben der ersten sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter in ihren Siedlungen?Begeben wir uns auf dieser Sonderführung durch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg in die ferne Welt der Steinzeiten.
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein Knochenjob Oder: Wer anderen eine Grube gräbt. – Einblicke in die Welt der Archäologie

So, 17. Dezember 2017 – 15.00 Uhr

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg stellt auf fünf Etagen Exponate aus 100.000 Jahren Kulturgeschichte des Landes Brandenburg aus.Doch unter welchen Umständen wurden die Funde eigentlich entdeckt und geborgen? Wie bringt man die materiellen Hinterlassenschaften zum Sprechen?An ausgewählten Ausstellungsstücken beleuchten wir auf dieser Sonderführung die Arbeit der Archäologen und ihrer Kollegen aus benachbarten Disziplinen.Seit wann gibt es das Fach Archäologie überhaupt? Pfostenloch und Grube, Fund und Befund – was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?Was ist eine Stratigraphie und was ein Planum? Erkennt man am Skelett das Geschlecht eines Menschen?Wer untersucht uralte Tierknochen und Pflanzenreste?Diesen und vielen anderen Fragen gehen wir in der aktuellen Sonderführung auf den Grund.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Di, 27. Dezember 2016, 11.00 und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgisches Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr

Fund des Monats

An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird komprimiert auf 30 Minuten ein besonderer Fund des Archäologischen Landesmuseums vorgestellt, der historische Kontext wird genauso erläutert wie die Fundumstände und die Bedeutung für die Wissenschaft.

Termin: jeweils am zweiten Donnerstag des Monats
Uhrzeit: 16.00 Uhr (Dauer i. d. R. 30 Minuten)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Eine bronzene Riemenzunge aus der Völkerwanderungszeit

Do, 8. Juni 2017 – 16.00 Uhr

Riemenzungen wurden als Metallverstärkung am Ende eines Gürtels angebracht.Bronzene Riemenzungen aus der Völkerwanderungszeit sind als archäologische Funde im Land Brandenburg eine Seltenheit. Ursprünglich aus einem anderen Kulturkreis kommend, sind sie ein Indiz dafür, dass die Bevölkerung vor Ort auch in einen überregionalen Kulturtransfer eingebunden war. Aus Grötsch, Lkr. Spree-Neiße, wird eine Riemenzunge vorgestellt.
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein Kaugummi aus der Steinzeit

Do, 6. Juli 2017 – 16.00 Uhr

Friesack und das Rhinluch im Havelland wurden in der Mittelsteinzeit oft von Jägern und Sammlern besiedelt. Die ausgegrabenen Funde deuten nicht nur auf eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt hin, sondern lassen auch auf handwerkliche und künstlerische  Fähigkeiten der dort lebenden  Menschen schließen. Ein außergewöhnlicher Fund ist ein mit Zahnabdrücken versehener Klumpen Birkenpech. Wusste man damals schon von einer aseptischen Wirkung dieses Naturstoffes?
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Eine Amphore mit Kalendarium für die Götter

Do, 10. August 2017 – 16.00 Uhr

Zwischen dem 10. und 8. Jahrhundert v. Chr. gelangte eine bronzene Amphore nebst fünf Bechern in ein Moor bei Herzberg, heute ein verlandeter Ausläufer des Werbellin-Sees.Was bewog die Menschen dazu, solch ein wertvolles und künstlerisch gestaltetes Gefäß an einem schwer zugänglichen Ort zu deponieren? Bei diesem Fund kommt eine weitere Besonderheit hinzu: Die im Punkt-Buckel-Stil verzierten Bronzebleche der Amphore stellen wahrscheinlich ein Kalendarium dar. Woraus lässt sich das schlussfolgern?
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Eine römische Zwiebelknopffibel

Do, 14. September 2017 – 16.00 Uhr

Gegenstände und Ideen aus der keltischen und römischen Welt wurden vielfach im Bereich des heutigen Brandenburg nachgeahmt und einzelne Trachtelemente aus dem Süden importiert. Dazu gehörten vor allem die sogenannten Fibeln. Eine aus dem 4./5. Jahrhundert v.?Chr. stammende und aus Bronze gefertigte, vergoldete Zwiebelknopffibel könnte als ein Rangabzeichen zu einer römischen Soldatentracht oder der Kleidung eines römischen Beamten gehört haben. Zwiebelknopffibeln wurden fast nur von Männern getragen.
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein bandverzierter Kumpf aus Jüterbog

Do, 12. Oktober 2017 – 16.00 Uhr

In der Jungsteinzeit gingen die Menschen allmählich vom Jagen und Sammeln zur Sesshaftigkeit mit Ackerbau und Viehzucht über. In Brandenburg lebten um etwa 5300 v. Chr. die ersten Ackerbauern. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Keramikfunde im Land Brandenburg. Sie lassen sich auf etwa 5200 v. Chr. datieren. Die Menschen verzierten ihre Keramik mit Linienbändern, was der ersten bäuerlichen Kultur Brandenburgs auch den Namen gab. Was war der Grund, dass Menschen ihre Keramikgefäße auf unterschiedlichste Art verzierten?
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Das Grab von Criewn

Do, 9. November 2017 – 16.00 Uhr

Nur allzu selten gibt es Skelettfunde aus dem Mesolithikum in Europa. Das Grab von Criewen aber, welches zu den bedeutendsten und ältesten Bestattungsplätzen der Mittleren Steinzeit in Deutschland zählt, gibt einen Einblick in die Bestattungsriten der Menschen in ihrer Zeit. Wie sah der Glaube an eine letzte Reise der Toten aus und was berichten uns die Grabbeigaben?
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Der weihnachtliche Überraschungsfund

Do, 14. Dezember 2017 – 16.00 Uhr

Lassen Sie sich überraschen!

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr