Führungen – Reisen durch Zeiten und Lebenswelten

Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden letzten Sonntag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Kinderführungen in den Ferien – Von Mammut bis zum Münzschatz

Thema: Steinzeit

Di, 26. Juli | Di, 18. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Wie groß ist ein Mammut? Wie lebten die Jäger und Sammler? Wie fühlt sich ein Feuerstein an? Nachgebaute Fundstücke und Naturmaterialien vermitteln anschaulich die älteste Periode der Menschheitsgeschichte.

Thema: Bronzezeit

Di, 2. August | Mi, 19. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Seitdem die Menschen Bronze und Eisen kannten, veränderte sich ihr Leben drastisch. Doch seit wann und vor allem wie erlernten die Menschen den Umgang mit den ersten Metallen? In dieser Kinderführung geht es um das frühe Metallhandwerk, prächtige Waffen und Schmuck und das Leben der Germanen.

Thema: Eisenzeit

Di, 9. August | Mi, 19. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Was ist Eisen und warum war es so wertvoll? Wer waren die Germanen? Und was hat man für Schmuck getragen vor 2500 Jahren? Dazu erfährt man in der dritten Kinderführung anhand beeindruckender Funde und erläuternder Filme mehr. Nachgebaute Fundstücke und Naturmaterialien ergänzen die Zeitreise.

Thema: Völkerwanderungszeit/Slawenzeit

di, 16. August | Do, 20. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Warum begaben sich einst zahlreiche Völker auf eine lange Wanderschaft durch ganz Europa? Wer waren die Slawen, die auch in Brandenburg lebten und woher kamen sie ursprünglich? Als Meister der Zimmermannskunst errichteten die Slawen beeindruckende Holzburgen und schnitzten Möbel sowie Spielsachen für ihren Alltag.

Thema: Mittelalter

Di, 23. August | Fr, 21. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Wir wissen, dass Bauern, Kaufleute, Kirchengelehrte und der Adel das Bild mittelalterlicher Gesellschaften prägten. Doch wie genau sah das einfache Leben in einem Dorf oder einer Stadt des Mittelalters aus?

Thema: Neuzeit

Di, 30. August | Fr. 21. Oktober – jeweils 14.30 Uhr

Die Menschen lebten immer moderner. Wissenschaft, Wirtschaft und oft auch der Krieg bestimmten das Leben. Erfahrt in der Führung alles über große Münzschätze, moderne Erfindungen und wunderschöne Gebrauchsgegenstände.


Wer mehr Zeit im Museum verbringen möchte, dem empfehlen wir unsere Ferienworkshops >


Völkerwanderungszeit – Ein wüstes Land

So, 29. Mai 2016, 15.00 Uhr

Die heute als Völkerwanderungszeit bezeichnete Epoche beginnend am Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. hatte ihren Ursprung in den Hunneneinfällen aus den Steppen Asiens nach Mitteleuropa. Die dadurch vertriebenen ansässigen Stämme lösten in einer Kettenreaktion eine Wanderungsbewegung gen Westen aus. In Brandenburg aber kam es, deutet man die spärlichen Funde, eher zu einer Abwanderung als zu einer Einwanderung. Dennoch zeugen, wie uns der Turmschädel von Ketzin zeigt, die Funde eine enge Bindung an das Thüringer Reich. Was es unter anderem damit auf sich hatte, erfahren Sie bei unserer Sonderführung im Mai.
 
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Fürst – König – Edelmann – Elitenbildung und ihre Auswirkungen

So, 26. Juni 2016, 15.00 Uhr

Was ist eine gesellschaftliche Elite, wie äußerte sie sich und wer gehörte dazu? Anhand des bedeutenden Fundkomplexes des „ Königsgrabes“ von Seddin können diese Fragen anschaulich erklärt werden. Aber auch das aus der römischen Kaiserzeit stammende reich ausgestattete „Fürstengrab“ von Kemnitz im Lkr. Potsdam-Mittelmark deutet auf eine elitäre Persönlichkeit hin. Bei beiden Befunden zeigt sich ein elitärer Charakter nicht nur zu Lebzeiten der Personen sondern auch darüber hinaus. Was verschaffte beiden Personen das Privileg zu einer Elite dazu zu gehören?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Kindheitsbilder – Das Leben der Kinder in der Vergangenheit – Der lange Weg vom Spielwürfel zum Notebook

So, 31. Juli 2016, 15.00 Uhr

Wie muss man sich ein Kinderleben in der Steinzeit wohl vorstellen? Die Beschäftigung eines Kindes fokussierte sich mehr auf das Mitarbeiten als das Spielen. Ackerbau und Viehzucht veränderten z.B. auch den Tagesablauf eines Kindes. Ernten und Tiere hüten, Wasser holen, Vorräte trocknen und Einlagern waren nur einige Aufgaben in der landwirtschaftlichen Gesellschaft. Anhand von Kinderskeletten können sich dauerhafte Belastungen nachweisen lassen. Trotzdem gab es auch, wie Funde beweisen, Zeiten zum Spielen!

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Von Töpfern und Schmieden – Handwerk hat goldenen Boden – Die Entwicklung und Bedeutung des Handwerks

So, 28. August 2016, 15.00 Uhr

Ob das Fertigen von Waffen aus Holz und Feuerstein in der Altsteinsteinzeit, das Herstellen von Tontöpfen zur Aufbewahrung von Lebensmitteln in der Jungsteinzeit oder das Schmieden von Bronze und Eisen zu Waffen - das Handwerk und deren Beherrschung und Weiterentwicklung war zu jeder Zeit der Menschheitsgeschichte ein fester Bestandteil des Lebens und lebensnotwendig. Anhand ausgewählter Exponate zeigen wir Ihnen, was und  wie unter den damaligen Bedingungen hergestellt wurde.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Heracles/Hercules in Kemnitz – Römer und Germanen in Brandenburg

So, 25. September 2016, 15.00 Uhr

In den ersten 400 Jahren n. Chr. lassen sich erste Kontakte der hier lebenden germanischen Stämme mit dem Römischen Reich feststellen. Nicht immer waren sie kriegerischer Natur. Die im Museum präsentierten Exponate zeugen von Söldnerdiensten, Geiselnahmen aber auch dem normalen Handelstransfer zwischen Römer und Germanen. Folgen Sie uns auf den Spuren der alten Römer und Germanen durch das Land.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


130 000 Jahre Kulturgeschichte im Land Brandenburg – Spuren im Sand

So, 30. Oktober 2016, 15.00 Uhr

Dieser Rundgang durch die einzelnen Epochen der Kulturgeschichte des Landes Brandenburgs vermittelt einen Eindruck vom Lebensalltag der Menschen. Die einzigartigen Funde sind Beispiele für die bedeutende Kulturgeschichte unseres Landes. Exponate wie das älteste Tragenetz der Welt aus Friesack, der Goldarmring aus Nassenheide, das Königsgrab von Seddin oder verschiedene Münzschatzfunde sind nur einige Höhepunkte, welche auf dieser "Reise" durch die jahrtausendealte Geschichte zu bestaunen sind.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ora et labora – Das Leben hinter Klostermauern im Mittelalter

So, 27. November 2016, 15.00 Uhr

"Bete und arbeite" - Mönchtum im mittelalterlichen Brandenburg.
Noch heute strahlt das Brandenburger Paulikloster etwas Geheimnisvolles aus. Folgen Sie uns auf den Spuren des Dominikanerordens, erfahren Sie etwas über den Tagesablauf der Mönche, wie sie lebten und arbeiteten. Warum war es ein Orden der Wissenschaft und was verhalf ihm zu solch einer Popularität? Wie konnte man zu damaliger Zeit derartig imposante Gebäude errichten? Was waren die Maxime des Ordens? Diese und weitere Fragen werden Ihnen während der Führung beantwortet.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Diamonds Are a Girl's Best Friend – Schmuck in jeder Epoche, auch für Männer

So, 18. Dezember 2016, 15.00 Uhr

Wahrscheinlich nicht nur in heutiger Zeit löste Schmuck bei Frauen wie auch bei Männern eine magische Wirkung aus. Der Gebrauch von Schmuck ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Steinzeit benutzten die Menschen Muschel- und Schneckengehäuse, Tierzähne oder –wirbel und Steine als Halsketten oder Anhänger. Was bewog sie dazu? Auch als Grabbeigabe diente häufig Schmuck. Mit der Entdeckung der Verarbeitungsmöglichkeiten von Bronze und Eisen erweiterte sich die Anwendungspalette um ein Vielfaches. Hier hatten z.B. Waffen nicht nur einen Verteidigungs- bzw. Angriffscharakter sondern auch ein schmückendes Element. Schmuck – hier ist nicht alles Gold was glänzt!


Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Di, 27. Dezember 2016, 11.00 und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgisches Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Fund des Monats

jeweils am zweiten Donnerstag des Monats um 16.00 Uhr

Eintritt: 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr

 

Juni/Bronzezeit: Der Hortfund von Lebus

In der Bronzezeit sind Opfergaben in vielen Bronze-Niederlegungen, den so genannten Horten, besonders gut greifbar. Beim Fund von Lebus handelt es sich um den größten Hort seiner Zeit im nördlichen Mitteleuropa. 106  Bronzestücke, darunter 102 Beile, opferten die Menschen im 9. Jh. v. Chr. auf der befestigten Höhensiedlung im heutigen Lebus. Neben der Bedeutung der Opfergabe zeigt der Lebuser Fund auch die weitreichenden Kontakte der Zeit.

Juli/Römische Kaiserzeit: Eine römische Zwiebelknopffibel

Gegenstände und Ideen aus der keltischen und römischen Welt wurden vielfach im Bereich des heutigen Brandenburg nachgeahmt und einzelne Trachtelemente aus dem Süden importiert. Dazu gehörten vor allem die sogenannten Fibeln. Diese aus dem 5.-4. Jh. v. Chr. stammende und aus Bronze bestehende, vergoldete Zwiebelknopffibel könnte als ein Rangabzeichen zu einer römischen Soldatentracht oder der Kleidung eines römischen Beamten gehört haben. Zwiebelknopffibeln wurden fast nur von Männern getragen.

August/Völkerwanderung: Der Turmschädel von Ketzin

Auch die Völkerwanderungszeit zwischen 300 und 600 n. Chr. hinterließ Spuren im Raum des heutigen Brandenburgs. Eine Ursache für die sogenannte Völkerwanderung waren die kriegerischen Einfälle nomadischer Reitervölker. Die wenigen Funde aus dieser Epoche lassen auf eine enge politische und kulturelle Bindung der damaligen Bewohner an das mächtige Reich der Thüringer schließen. Davon zeugt ein in Ketzin gefundener, künstlich deformierter, sogenannter Turmschädel.

September/Slawenzeit: Der Silberschatzfund von Plänitz

Im Jahre 2004 wurden auf einem Acker bei Plänitz im Lkr. Ostprignitz-Ruppin 650g Silber hauptsächlich in Form von Münzen gefunden. Auch ein Medaillon gehörte zum Fund. Dieser Schatz aus dem 11./12. Jh., der in der Nähe einer ehemaligen slawischen Siedlung niedergelegt wurde, zeugt davon, dass es nicht nur an großen, zentralen Punkten Handel und Wohlstand gab. Was aber verbindet das Medaillon mit dem Kiewer Raum?

Oktober/Mittelalter: Ein Pilgerzeichen aus Bad Wilsnack

Die Menschen zu jener Zeit unternahmen Wallfahrten in der Hoffnung auf Sündenablass oder Heilung. Nicht nur bekannte Orte wie Santiago de Compostela, Jerusalem oder Rom waren Pilgerziele, sondern insbesondere auch Bad Wilsnack, Luckau oder Heiligengrabe, da sie gut erreichbar waren. Dies lässt sich an den dort als Andenken oder Glücksbringer verbreiteten Pilgerzeichen ablesen. Jedes Zeichen erzählt uns dadurch seine Geschichte.

November/Neuzeit: Ein moderner Kaffeebecher

Der Pappkaffeebecher in der Ausstellung ist das jüngste und somit auch das aktuellste Exponat. Er ist kein archäologisches Objekt, steht aber in einer chronologischen Reihe mit unterschiedlichsten Kaffeetassen, die aus verschiedenen Epochen der Neuzeit stammen. Der Becher markiert also vorerst das Ende einer Kulturgeschichte des Kaffees, welche im Archäologischen Landesmuseum anhand von Trinkgefäßen illustriert wird.

Dezember/Paläolithikum: Ältester Fund des Landes Brandenburg

Im Braunkohletagebau Jänschwalde entdeckten Archäologen im Jahre 2013 einen eiszeitlichen Fundplatz. Dort befanden sich fast 130 000 Jahre alte Tierknochen, von denen einige Schnittspuren von Steinwerkzeugen aufwiesen. Die dazugehörigen Feuersteingeräte, mit denen die Neandertaler das Fell sowie das Fleisch vom Knochen abschabten, weisen die Stelle als Jagd und Zerlegestelle aus. Durch diese Funde lassen sich die Lebensumstände der Neandertaler genauer rekonstruieren und eine vergangene Welt so wieder auferstehen.

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