Sonderausstellungen

Neben seiner umfangreichen Dauerausstellung zeigt das Archäologische Landesmuseum Brandenburg ständig wechselnde Sonderausstellungen.

Sowohl nationale und internationale Wanderausstellungen als auch im eigenen Haus konzipierte Ausstellungsprojekte werden der Öffentlichkeit präsentiert. Hochwertig produziert und anschaulich gestaltet legen die Sonderausstellungen ihren Fokus auf ausgewählte Themen, denen sich der Besucher vertiefend annähern kann.

Detaillierte Informationen zu den Sonderausstellungen der vergangenen Jahre finden Sie unter der Rubrik Archiv.


Zwischen Krieg und Frieden – Waldlager der Roten Armee in Brandenburg 1945

22. April – 24. Juli 2016

Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges richtet sich der Blick auf bislang völlig unbekannte archäologische Relikte.
Erstmals gezeigt werden neu entdeckte Hinterlassenschaften der Roten Armee aus einer kurzen Zeitphase „zwischen Krieg und Frieden“ im Jahr 1945.
In den Brandenburgischen Wäldern lagerten große Truppenteile in regelmäßig angelegten Waldlagern aus eingegrabenen traditionellen Blockhäusern. Hier fand der Alltag der "Rotarmisten" statt, abseits der vielleicht noch andauernden Kampfhandlungen um die "Reichshauptstadt".
Es finden sich heute dessen Spuren, die als archäologische Funde von dieser Zeit erzählen, die von Kampf und Gewalt geprägt war, von Aneignung und Auslöschung, Überwindung und Überprägung im Großen wie im Kleinen, im Konkreten wie im Symbolischen.
Fundstücke wie Wehrmachts-Koppelschlösser mit eingeritzten Sowjetsternen, aussortierte "Kriegsbeute", mit Inschriften versehene Alltagsgegenstände, selbst hergestellte (aber auch reguläre) Ausrüstungsteile sowie die Reste der Unterkünfte mit offenbar in der Umgebung requiriertem Zubehör und andere mehr werfen eine Vielzahl von Fragen auf, von denen die wenigsten schon beantwortet werden können.Die Ausstellung ist im oberen Kreuzgang zu sehen.

Themenführungen zur Sonderausstellung

Termine:  28.04., 19.05. und 16.06.2016, jeweils 16:00 Uhr
Dr. Thomas Kersting, Dezernatsleiter Archäologische Denkmalpflege, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum


Denkmal aktiv „Suburban Tales“ - Fotoreportagen über Denkmale in den Vorstädten

4. Mai – 12. Juni 2016

Schülerinnen und Schüler der medienschule babelsberg haben sich im Rahmen einer Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz auf die Suche nach interessanten Denkmalen jenseits der historischen Stadtkerne begeben. Entstanden sind Fotoreportagen, die bekannte und unbekannte Gebäude und Denkmalensembles vorstellen, einen Blick hinter die Kulissen erlauben und Menschen zu Wort kommen lassen, die sich mit diesen Denkmalen verbunden fühlen.
Zu den ausgewählten Themen gehören u.a. die Papierfabrik Hohenofen, die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, das Olympische Dorf in Elstal, die Heilstätten in Beelitz und das Kino „Scala“ in Werder.


Die feierliche Ausstellungseröffnung findet am 4. Mai 2016 um 11:00 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg im Kreuzgang des Pauliklosters der Stadt Brandenburg/Havel statt.


Kontakt und Führungen über jorinde.bugenhagen@potsdam-mittelmarksäödfkl2_AA.de

Die Ausstellung ist im oberen Kreuzgang zu sehen.


Kunstausstellung „Also sprach Zarathustra“. Illustrationen zu den Reden von Zarathustra von Thomas Bartel

30. April – 29. Juli 2016

In einem Zeitraum von 17 Jahren schuf der Künstler Thomas Bartel seine Reihe „Also sprach Zarathustra“ nach dem gleichnamigen Werk von Friedrich Nietzsche. Das Buch besteht aus vier Teilen, ebenso der künstlerische Zyklus von Bartel.
mehr Infos in der Rubrik "Kultur im Kloster" > Link


Gebrannte Erde. Neun Jahrhunderte Backstein in Brandenburg und Berlin

24. november 2016 – 5. März 2017 | Vernissage: 23. november, 18.00 Uhr

Vom 12. bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Backstein das wichtigste und die Baukunst prägende feuerfeste Baumaterial im norddeutschen Raum.  Seit der Romanik und Gotik wurden zum großen Teil heute noch bestehende imposante Klöster, Kirchen, Burgen, Rathäuser, Stadtbefestigungsanlagen aber auch eindrucksvolle Privathäuser aus Backstein errichtet, die das architektonische Erscheinungsbild der Region nach wie vor prägen.
Die aus der Antike durch die Klöster überlieferte Backstein- und Ziegeltechnologie war vor allem für die stetig wachsenden mittelalterlichen und neuzeitlichen Städte von besonderer Bedeutung.
Die reichen Tonvorkommen in unserer  Region bildeten über viele Generationen die Grundlage für die Ziegelproduktion. So wurden in hunderten Ziegeleien ganz unterschiedlicher Größe Milliarden Backsteine vor allem für den Aufbau der großen Städte – allen voran Berlins – produziert. Zunächst erfolgte in anstrengender aber auch kunstvoller Handarbeit und einfachen Feldbrandöfen, später in zunehmend maschinellen und schließlich industrialisierten Verfahren.
Die Sonderausstellung GEBRANNTE ERDE widmet sich der Archäologie und Geschichte des Zieglerhandwerks im Raum Brandenburg-Berlin. Neben einem Ausblick auf die Antike wird die handwerks- und architekturgeschichtliche Entwicklung von den frühesten regionalen Belegen bis in die Gegenwart nachvollzogen.
Die Sonderausstellung ist im Sonderausstellungsraum zu sehen.

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