Schätze des Mittelalters – Schmuck aus dem staatlichen Museum Warschau

Schmuck – sowohl in einfacher als auch in raffinierter Form – begleitet den Menschen seit Anbeginn.

Schon die ersten Gemeinschaften schmückten ihre Kleidung mit Anhängern aus Muscheln und mit Perlen aus Knochen. Neben dem sehr menschlichen Bestreben, sich zu schmücken und sich attraktiver zu machen, hatte Schmuck aber auch verschiedene Funktionen. Er konnte die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gemeinschaft oder zu einem Volk demonstrieren, einen religiösen Inhalt haben oder die Position des Trägers innerhalb der gesellschaftlichen Hierarchie anzeigen. Für den Archäologen ist Schmuck eine der wichtigsten Fundkategorien archäologischer Grabungen – seine Vergänglichkeit spiegelt die damalige Mode und erlaubt präzise Datierungen der Befunde, in denen er zu Tage kommt. Seine Herstellungsweise sagt viel über die Kenntnis und den Stand der Rohstoffverarbeitung aus, der Stil kann Hinweise auf die Herkunft des Schmucks geben und mittelbar auch Handelsbeziehungen unserer Vorfahren aufzeigen.

Zu den schönsten und effektvollsten Schmuckstücken vergangener Zeiten gehören ohne Zweifel die Pretiosen der frühmittelalterlichen Slawen, welche in der Ausstellung „Schätze des Mittelalters“ gezeigt werden. Alle präsentierten Artefakte gehören zur Sammlung des Staatlichen Archäologischen Museums (PMA), viele davon werden erstmals ausgestellt. Sie wurden bei Ausgrabungen der Vor- und Nachkriegszeit geborgen oder gehörten zu anderen, älteren Sammlungen, die nach und nach dem Museum überlassen worden sind. Die Ausstellung ist aber keine „typische“ Präsentation von archäologischen Funden einer bestimmten Periode oder eines bestimmten Volkes. Intention war vielmehr die Vorstellung einer Fundkategorie – Körper- und Trachtenschmuck – als Erzeugnis mittelalterlichen Kunsthandwerks unter besonderer Beachtung des ästhetischen und technologischen Wertes.

Die Sonderausstellung wird am 15. oktober 2012 um 16:00 uhr im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg eröffnet.

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