Archäologie im Land Brandenburg

Um der Öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle archäologische Landesforschung und eine Vorstellung der überaus interessanten prä-/historischen Hinterlassenschaften im Land Brandenburg zu geben, bietet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg eine Vortragsreihe an, bei der Experten aus Archäologie, Geschichtswissenschaft und verwandten Fachgebieten Neues von ihren Forschungsprojekten berichten.
Termin: jeden ersten Mittwoch im Monat (bitte beachten Sie, dass es im Januar und April keine Vorträge gibt)
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Eintritt: frei
Änderungen im Programm vorbehalten.


„Ein gestanden swert ist goldes wert“-Mittelalterliche Schwerter aus den Beständen des Archäologischen Landesmuseums

Mi, 5. Oktober 2016 – 18.30 Uhr | Dr. Christof Krauskopf (BLDAM)

Der Titel des Vortrags illustriert anhand eines Zitats aus einer Schrift des 14. Jh. (Meister Altswert: Das alte Swert) den hohen Wert, den Schwertern im Mittelalter beigemessen wurde.
Mittelalterliche Schwerter sind in ehemaligen Zeughaus- und Sammlungsbeständen zahlreich erhalten. Aber auch in archäologischen Zusammenhängen kommen immer wieder Blankwaffen zutage, etwa bei Baggerarbeiten in Gewässern, aber auch bei regulären Ausgrabungen an Land. Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg verfügt über rund ein Dutzend mittelalterlicher Schwerter und Schwertbruchstücke, von denen die meisten der Öffentlichkeit bisher unbekannt sind. Im Vortrag soll eine Auswahl dieser Waffen vorgestellt und in ihren zeitlichen und kulturellen Kontext eingeordnet werden.


Landwirtschaft und Siedlungsdynamik im Mittelalter im Land Brandenburg aus botanischer Sicht

Mi, 2. November 2016 – 18.30 Uhr | Dr. Susanne Jahns (BLDAM)

Zahlreiche botanische Untersuchungen zeigen Landwirtschaft und Siedlungstätigkeit der mittelalterlichen Bevölkerung in verschiedenen Landschaften Brandenburgs. Während der Völkerwanderungszeit (375-600 n. Chr.) hatte sich der Wald den größten Teil der früheren Wirtschaftsflächen zurückerobert. Dies endete mit der slawischen Besiedlung im frühen Mittelalter. Die neuen Siedler betrieben eine vielfältige Landwirtschaft. Im hohen Mittelalter wurde die ehemalige Waldlandschaft endgültig zu Kulturland umgestaltet, ein Prozess, der aber nicht überall in Brandenburg gleichartig verlief.


Alltag im Mittelalter – Neue anthropologische Einblicke in das Leben in Stadt und Land

Mi, 7. Dezember 2016 – 18.30 Uhr | Dr. Bettina Jungklaus, (Anthropologie-Büro, Berlin)

Anthropologische Untersuchungen, die an archäologisch geborgenen Skeletten durchgeführt werden, ermöglichen sehr genaue Einblicke in die mittelalterliche Lebenswelt. An welchen Krankheiten litten die Bewohner in Stadt und Land? Wie alt wurden sie tatsächlich und wie hoch war die Kindersterblichkeit? Neue Ergebnisse zeigen, dass die Kinder häufig von Mangelernährung betroffen waren und die Menschen in der Stadt eher an Infektionserkrankungen starben. Doch insgesamt waren die Lebensbedingungen im vermeintlich finsteren Mittelalter besser als in späteren Zeiten.

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