Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden letzten Sonntag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Klangstein, Schwirrholz, Knochenflöte – Klang und Musik von der Steinzeit bis ins Mittelalter

So, 25. August 2019, 15.00 Uhr

Konzerte, Chorabende und Tanzveranstaltungen gehören bis auf den heutigen Tag zu den schönsten Seiten, die das Leben zu bieten hat. In geselliger Runde wird sich amüsiert, werden Kontakte geknüpft, das Tanzbein geschwungen und nicht selten musikalisches Kulturgut bewahrt. Mit Tontrommeln und Schwirrhölzern erzeugte man bereits in der Steinzeit verschiedenste Klänge und Geräusche. Klapperbleche, Rasseln, Flöten und Glöckchen kamen von der Bronzezeit bis zum Mittelalter zum Einsatz. Doch Musik, Gesang und Tanz standen nicht nur im Zeichen von Geselligkeit und Vergnügen, sondern spielten vermutlich frühzeitig eine wichtige Rolle in Kult und Glaubenspraxis. Begeben wir uns auf eine wissenswerte und wohl klingende Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Trichterbecher und Kugeltopf – Die Welt der Gefäße von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter

So, 29. September 2019, 15.00 Uhr

In den Vitrinen vieler Museen sind große Mengen an Töpfen, Schalen, Bechern und Schöpfgefäßen ausgestellt. Manchmal bewundern wir ihre Formgebung und Verzierung, doch nicht selten können wir mit schlichten Töpfen oder ihren Fragmente wenig anfangen. Für den Archäologen hingegen sind Gefäße eine aussagekräftige Fundgattung, die oft sogar namensgebend für archäologische Kulturen ist, wie Trichterbecher, Glockenbecher und Kugelamphoren eindrucksvoll belegen. Aber auch für Nicht-Archäologen bietet dieses Thema spannende Einblicke in vergangene Epochen. Werfen wir daher einen Blick auf Schachteln aus Birkenrinde, die aufblühende Keramikherstellung der Jungsteinzeit und besondere Urnen der Bronzezeit. Auch Gold, Glas und andere Materialien werden uns auf dieser Führung begegnen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Hütte, Haus und stolze Burg – Wohnen von der Steinzeit bis in die Neuzeit

So, 27. Oktober 2019, 15.00 Uhr

Der Mensch, wie auch seine hominiden Vorfahren, lebt seit jeher in Gemeinschaften. Die Gruppe sichert das Überleben in vielerlei Hinsicht – von der Fortpflanzung bis hin zur gemeinsamen Nahrungsbeschaffung. Doch wo und wie wohnte man zu verschiedenen Zeiten? Während frühe Jägerkulturen ihrer Beute hinterher ziehen mussten und wohl einfache, transportable Behausungen bevorzugten, entstanden mit der Sesshaftwerdung permanente Siedlungen mit dörflichem Charakter. Doch wie sahen die Dörfer in Bronze- und Eisenzeit aus? Wo errichtete man Siedlungen und welches Baumaterial wurde bevorzugt? Uns interessiert in dieser Sonderführung natürlich auch, wie es sich in den Burgen und Dörfern der Slawen oder einer mittelalterlichen Stadt lebte.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Keule, Schwert und Massengrab – Hinweise auf Kampf und Gewalt in vergangenen Zeiten

So, 24. November 2019, 15.00 Uhr

Wir wissen, dass bereits unsere steinzeitlichen Vorfahren die Herstellung und den Einsatz von Waffen beherrschten – und dies wohl nicht nur, um auf Tiere Jagd zu machen. In den Gesellschaften der Bronze- und Eisenzeit spielten Waffen, vor allem Schwerter, eine bedeutende Rolle. Für diese Zeit deuten archäologische Funde auf das Entstehen von Kriegereliten hin und wir kennen selbst kostbare Waffenopfer. Auch aus dem Mittelalter und der Neuzeit sind zahlreiche Funde beredte Zeugnisse von unruhigen Zeiten und einer gewissen Tradition des Kampfes: Schwerter, Ritterrüstungen, Kanonen- und Musketenkugeln gehören zum schaurigen, aber gängigen Fundmaterial dieser Epochen. Lassen wir uns in dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums auf die kriegerische und unruhige Seite des menschlichen Lebens ein.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Es war einmal – Ausgewählte Exponate und ihre Geschichte

So, 15. Dezember 2019, 15.00 Uhr

Viele Exponate in der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums haben eine Entdeckungs- oder Verbringungsgeschichte, die mindestens ebenso spannend ist wie das Artefakt und seine ferne Epoche selbst. Informationstafeln und Führungen geben nur selten Auskunft über die einstigen Fundumstände oder die Finder der hier ausgestellten Stücke. Doch können diese meist zeitgenössischen Details überaus spannend und unterhaltsam sein. In dieser Führung machen wir unseren Besuchern daher ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Wir präsentieren ausgewählte Ausstellungsstücke und erzählen ihre Geschichte – von der Auffindung bis hin zur wissenschaftlichen Deutung und Einordnung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Fr, 27. Dezember 2019, 11.00 Uhr und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

Fund im Fokus

An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird komprimiert auf 30 Minuten ein besonderer Fund des Archäologischen Landesmuseums vorgestellt, der historische Kontext wird genauso erläutert wie die Fundumstände und die Bedeutung für die Wissenschaft.

Termin: jeweils am zweiten Donnerstag des Monats
Uhrzeit: 16.00 Uhr (Dauer i. d. R. 30 Minuten)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Ein Schädel mit „Pfeiffenlöchern“ aus dem 18. Jahrhundert

Do, 12. September 2019, 16.00 Uhr

Die Veranstaltung muss leider ausfallen!

Von Amerika kommt der Tabak im 16. Jahrhundert nach Europa. In den folgenden Jahrhunderten wird Pfeifenrauchen zu einer Modeerscheinung, die ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert erreicht, wobei Rauchen nicht nur auf Männer beschränkt bleibt, sondern auch Frauen sich diesem Genuss hingeben. Die Pfeifen sind dabei immer der aktuellen Mode unterworfen, können Ausdruck politischer Gesinnungen werden und verändern daher schnell ihr Aussehen, weshalb ein Archäologe sie besonders gut einer bestimmten Zeit zuordnen kann. Am hier vorgestellten Schädel lassen sich die Folgen von kontinuierlichem Pfeifenrauchen im Frontzahnbereich sehr gut darstellen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein Wandbrunnen aus Lindow

Do, 10. Oktober 2019, 16.00 Uhr

Bei Ausgrabungen im Ortskern von Lindow wurde ein größerer Komplex mit Töpfereiabfällen aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts nachgewiesen. Töpfe und Schüsseln, teilweise schon mit Ornamenten bemalt, aber noch unglasiert, zeigen das haushaltsübliche Spektrum jener Zeit. Ein herausragendes und überaus seltenes Stück ist ein reich verzierter Wandbrunnen mit Wasserkasten und Deckel. Was dieser Brunnen für Geheimnisse verbirgt, erfahren Sie bei unserer Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Die ältesten Goldfunde aus Brandenburg. Eine reiche Dreifachbestattung in Wustermark

Do, 14. November 2019, 16.00 Uhr

Archäologische Untersuchungen in Wustermark im August 2004 förderten eine Dreifachbestattung zutage. In einer Grabgrube fanden sich genau übereinander drei Skelette. Die Verstorbenen waren im Kopfbereich mit goldenen Ringen ausgestattet, die entgegen ihrer Form und ihres Gewichtes, nicht als Fingerringe, sondern als Teil des Haar- oder Kopfschmucks zu deuten sind. Erfahren Sie weitere interessante Einzelheiten zu dieser besonderen Bestattung in der Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Der Überraschungsfund zur Adventszeit

Do, 12. Dezember 2019, 16.00 Uhr

Am Ende des Jahres wird ein persönliches Lieblingsstück präsentiert, welches eine spannende Geschichte in sich birgt. Erleben Sie, wie Kulturgeschichte und Archäologie ausgehend von einem Objekt facettenreich erzählt werden.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr