Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden letzten Sonntag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Taschenlampenführung für Kinder

Do, 14. Februar 2019, 18.00 Uhr (Dauer ca. 1h)

Wenn es im Archäologischen Landesmuseum schon längst still und dunkel geworden ist und alle Besucher Zuhause sind, dann beginnt unsere abenteuerliche Reise durch die Zeit. Mit Taschenlampen erkunden wir die Ausstellungsräume und erleben, wie die Menschen in der Vergangenheit gelebt haben könnten. Auf unserer Tour begegnen wir dem Skelett eines Auerochsen, einem Mammutzahn, prunkvollen Goldbechern, wertvollen Schwertern und so manch seltsamen Dingen, deren Geheimnisse wir versuchen zu entlocken. Mitmachen können alle Kinder ab 8 Jahren, die mutig genug sind, mit uns im Dunkeln das Museum zu entdecken! Bitte Taschenlampen nicht vergessen! Es sind keine Anmeldungen mehr möglich.

– ausgebucht –
Eintritt: Museumseintritt: 5,00 € | erm. 3,50 € | Familien 10,00 €
Keine Führungsgebühr


Der Schatz am Baggersee – Hort- und Schatzfunde von der Steinzeit bis zur Neuzeit

So, 24. Februar 2019, 15.00 Uhr

Immer wieder erreichen uns Nachrichten von spektakulären Funden, die in vermeintlich unscheinbarer Landschaft oder gar aus Seen und Mooren geborgen werden. Die nicht selten in großer Menge gefundenen Münzen, Waffen, Schmuckstücke, Arbeitsgeräte oder Barren werfen jedoch Fragen auf. Derartige Funde werden in der Archäologie als Horte oder Deponierungen bezeichnet und beschäftigen die Forschung seit Generationen. Versteckten Eigentümer und Händler ihre wertvollen Besitztümer und Waren in unruhigen Zeiten? Oder handelt es sich bei manchen Horten gar um Opfer an Götter und höhere Mächte? Widmen wir uns in dieser Sonderführung einem überaus spannenden Thema.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Rötel, Rassel, Opferschacht - Kult, Ritus und Religion von der Steinzeit bis zur Neuzeit.

So, 31. März 2019, 15.00 Uhr

Hinweise für Glaube und Kult lassen sich bis in die frühesten Anfänge der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen. Die Gedankenwelten und meist komplexen Kultpraktiken unserer Vorfahren üben einen großen Reiz auf uns aus, doch lassen sie sich schwer nachvollziehen oder gar rekonstruieren. Aus archäologischer Sicht stellt sich zudem oft die Frage, welche Funde und Befunde überhaupt einen religiösen und/oder kultischen Bezug aufweisen. Aus historischen Gesellschaften gibt es allerdings schriftliche und materielle Hinterlassenschaften sowie zuweilen auch architektonische Zeugnisse, die uns einen Einblick in die gelebte Religion vergangener Zeiten erlauben. Begeben wir uns in dieser Führung auf eine Reise durch die Glaubens- und Vorstellungswelten unserer Vorfahren.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Einkorn, Topf und Rindergrab – Die Jungsteinzeit in Brandenburg

So, 28. April 2019, 15.00 Uhr

Das Neolithikum, auch als Jungsteinzeit bezeichnet, ist eine von tiefgreifenden Veränderungen gekennzeichnete Epoche. Ab dem 5. Jt. v. Chr. setzten sich in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas Ackerbau sowie Viehhaltung- und züchtung durch und die Menschen wurden erstmals permanent sesshaft. Dies zog weitere Innovationen nach sich: Keramikherstellung, Textilverarbeitung, Hausbau und die Entwicklung des Rades gehören in diese Zeit. Auch der Umgang mit den Verstorbenen spielte eine herausragende Rolle, wie Steingräber oder Überreste von Totenhütten belegen. Aufwendig war auch die Errichtung von Kreisgrabenanlagen und Erdwerken, deren oftmalige Umgestaltung und einstige Funktion bis heute diskutiert wird. Lassen wir uns in dieser Sonderführung die Welt der Jungsteinzeit näherbringen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Sonderführung zum 42. Internationalen Museumstag „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“

So, 19. Mai 2019, 14.00 Uhr

Auch in diesem Jahr möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern anlässlich des Internationalen Museumstages ein besonders Veranstaltungsangebot unterbreiten. Im Rahmen einer Sonderführung begeben wir uns auf eine Zeitreise, die einen Bogen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart schlägt und vielleicht sogar einen Blick in die Zukunft wagen lässt. Anhand ausgewählter Exponate aus der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg werfen wir einen Blick auf archäologisch nachgewiesene Überlebensstrategien, Ernährungsgewohnheiten, Bestattungssitten und Bräuche unserer Vorfahren, die bei näherer Betrachtung erstaunlich modern wirken. Begleiten Sie uns auf dieser spannenden Führung durch das Archäologische Landesmuseum Brandenburg.

Der Internationale Museumstag wird vom Deutschen Museumsbund e. V. in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit ICOM Deutschland, den regionalen Museumsorganisationen und den Stiftungen und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe koordiniert. Die bundesweite Kommunikation steuert der Deutsche Museumsbund e. V.

Der Eintritt ist frei, ebenso die Teilnahme an den Führungen.


Gold im Grab und hoch zu Ross – Den Eliten vergangener Gesellschaften auf der Spur

So, 26. Mai 2019, 15.00 Uhr

Die Ausbildung von differenzierten Gesellschaften, zu denen auch eine elitäre Schicht gehört, lässt sich ab der Bronzezeit greifen. Doch selbst für frühe Jäger- und Sammlerkulturen und die ersten sesshaften Gruppen gibt es immer wieder Hinweise für den besonderen Status einzelner Personen. Doch woran macht der Archäologe derartige Aussagen fest, wenn detaillierte Informationen zu einem Individuum oder einer Gruppe nicht überliefert sind? Reste imposanter Grabmäler und Wohnbauten, aber auch der Besitz von seltenen Importwaren, kostbarem Schmuck und Waffen können aus archäologischer Sicht auf den sozialen Rang einer Person oder einer ganzen Gruppe verweisen. In dieser Führung prüfen wir, ob auch das Brandenburger Fundmaterial Hinweise auf einstige Eliten bereithält.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Sichel, Bohne, Hügelgrab – Die Bronzezeit in Brandenburg

So, 23. Juni 2019, 15.00 Uhr

Die Bronzezeit ist nicht nur eine Epoche, in der eine Kupfer-Zinn-Legierung Einzug in das Leben der Menschen hielt. Für die Zeit zwischen 2000 und 800 v. Chr. lassen sich weitere Entwicklungen nachvollziehen, die die damalige Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben. So ist nach heutiger Auffassung die Ausbildung von sozialen Eliten untrennbar mit der Bronzezeit verbunden. Zuweilen monumentale Grabbauten, materieller Reichtum und gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und womöglich religiöser Einfluss dürfte die Oberschichten ausgezeichnet haben. Zur Bronzezeit gehören aber auch Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen, weitreichende Handelsbeziehungen, handwerkliche Glanzleistungen, komplexe Glaubensvorstellungen und sich ändernde Bestattungssitten. Widmen wir uns in dieser Führung einer glänzenden und dynamischen Epoche.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Es ist ein Kraut gewachsen – Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Jahrtausende

So, 28. Juli 2019, 15.00 Uhr

Ob Bodenschätze, Baumaterial, Heil- oder Nahrungsmittel – der Mensch braucht die Natur und ihre Ressourcen zum Überleben. So verwundert es nicht, dass sich für alle Epochen nachweisen lässt, dass unsere Vorfahren weitreichende Kenntnisse über ihre Umwelt besaßen und diese zu nutzen wussten. Im Rahmen dieser Führung werden wir an ausgewählten Beispielen zeigen, welche natürlichen Rohstoffe im Leben unserer Vorfahren eine wichtige Rolle spielten. Woraus stellte man in der Vorgeschichte beispielsweise Klebstoff her und welche Pflanzen und Hölzer waren aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken? Diesen und anderen spannenden Fragen gehen wir in dieser Sonderführung nach.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Klangstein, Schwirrholz, Knochenflöte – Klang und Musik von der Steinzeit bis ins Mittelalter

So, 25. August 2019, 15.00 Uhr

Konzerte, Chorabende und Tanzveranstaltungen gehören bis auf den heutigen Tag zu den schönsten Seiten, die das Leben zu bieten hat. In geselliger Runde wird sich amüsiert, werden Kontakte geknüpft, das Tanzbein geschwungen und nicht selten musikalisches Kulturgut bewahrt. Mit Tontrommeln und Schwirrhölzern erzeugte man bereits in der Steinzeit verschiedenste Klänge und Geräusche. Klapperbleche, Rasseln, Flöten und Glöckchen kamen von der Bronzezeit bis zum Mittelalter zum Einsatz. Doch Musik, Gesang und Tanz standen nicht nur im Zeichen von Geselligkeit und Vergnügen, sondern spielten vermutlich frühzeitig eine wichtige Rolle in Kult und Glaubenspraxis. Begeben wir uns auf eine wissenswerte und wohl klingende Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Trichterbecher und Kugeltopf – Die Welt der Gefäße von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter

So, 29. September 2019, 15.00 Uhr

In den Vitrinen vieler Museen sind große Mengen an Töpfen, Schalen, Bechern und Schöpfgefäßen ausgestellt. Manchmal bewundern wir ihre Formgebung und Verzierung, doch nicht selten können wir mit schlichten Töpfen oder ihren Fragmente wenig anfangen. Für den Archäologen hingegen sind Gefäße eine aussagekräftige Fundgattung, die oft sogar namensgebend für archäologische Kulturen ist, wie Trichterbecher, Glockenbecher und Kugelamphoren eindrucksvoll belegen. Aber auch für Nicht-Archäologen bietet dieses Thema spannende Einblicke in vergangene Epochen. Werfen wir daher einen Blick auf Schachteln aus Birkenrinde, die aufblühende Keramikherstellung der Jungsteinzeit und besondere Urnen der Bronzezeit. Auch Gold, Glas und andere Materialien werden uns auf dieser Führung begegnen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Hütte, Haus und stolze Burg – Wohnen von der Steinzeit bis in die Neuzeit

So, 27. Oktober 2019, 15.00 Uhr

Der Mensch, wie auch seine hominiden Vorfahren, lebt seit jeher in Gemeinschaften. Die Gruppe sichert das Überleben in vielerlei Hinsicht – von der Fortpflanzung bis hin zur gemeinsamen Nahrungsbeschaffung. Doch wo und wie wohnte man zu verschiedenen Zeiten? Während frühe Jägerkulturen ihrer Beute hinterher ziehen mussten und wohl einfache, transportable Behausungen bevorzugten, entstanden mit der Sesshaftwerdung permanente Siedlungen mit dörflichem Charakter. Doch wie sahen die Dörfer in Bronze- und Eisenzeit aus? Wo errichtete man Siedlungen und welches Baumaterial wurde bevorzugt? Uns interessiert in dieser Sonderführung natürlich auch, wie es sich in den Burgen und Dörfern der Slawen oder einer mittelalterlichen Stadt lebte.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Keule, Schwert und Massengrab – Hinweise auf Kampf und Gewalt in vergangenen Zeiten

So, 24. November 2019, 15.00 Uhr

Wir wissen, dass bereits unsere steinzeitlichen Vorfahren die Herstellung und den Einsatz von Waffen beherrschten – und dies wohl nicht nur, um auf Tiere Jagd zu machen. In den Gesellschaften der Bronze- und Eisenzeit spielten Waffen, vor allem Schwerter, eine bedeutende Rolle. Für diese Zeit deuten archäologische Funde auf das Entstehen von Kriegereliten hin und wir kennen selbst kostbare Waffenopfer. Auch aus dem Mittelalter und der Neuzeit sind zahlreiche Funde beredte Zeugnisse von unruhigen Zeiten und einer gewissen Tradition des Kampfes: Schwerter, Ritterrüstungen, Kanonen- und Musketenkugeln gehören zum schaurigen, aber gängigen Fundmaterial dieser Epochen. Lassen wir uns in dieser Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums auf die kriegerische und unruhige Seite des menschlichen Lebens ein.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Es war einmal – Ausgewählte Exponate und ihre Geschichte

So, 15. Dezember 2019, 15.00 Uhr

Viele Exponate in der Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums haben eine Entdeckungs- oder Verbringungsgeschichte, die mindestens ebenso spannend ist wie das Artefakt und seine ferne Epoche selbst. Informationstafeln und Führungen geben nur selten Auskunft über die einstigen Fundumstände oder die Finder der hier ausgestellten Stücke. Doch können diese meist zeitgenössischen Details überaus spannend und unterhaltsam sein. In dieser Führung machen wir unseren Besuchern daher ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Wir präsentieren ausgewählte Ausstellungsstücke und erzählen ihre Geschichte – von der Auffindung bis hin zur wissenschaftlichen Deutung und Einordnung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Fr, 27. Dezember 2019, 11.00 Uhr und 14.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

Fund im Fokus

An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird komprimiert auf 30 Minuten ein besonderer Fund des Archäologischen Landesmuseums vorgestellt, der historische Kontext wird genauso erläutert wie die Fundumstände und die Bedeutung für die Wissenschaft.

Termin: jeweils am zweiten Donnerstag des Monats
Uhrzeit: 16.00 Uhr (Dauer i. d. R. 30 Minuten)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Waffe oder Zepter? Ein Keulenkopf aus Marmor

Do, 14. Februar 2019, 16.00 Uhr

Der Glaube an eine letzte Reise der Toten oder an ein Leben nach dem Tod ist sehr alt. Aus der Mittelsteinzeit, die durch Schamanismus geprägt zu sein scheint, stammen die ältesten Gräber Brandenburgs. Die Grabbeigaben sind beredte Objekte des Glaubens und der Bestattungsriten. Welche Bedeutung hatte der Tod und wie wurde mit ihm umgegangen? 1958 entdeckten spielende Kinder auf dem Rollmannsberg bei Criewen, Lkr. Uckermark, einen menschlichen Schädel, Knochen und einen Keulenkopf. Dieses Objekt wurde von jungsteinzeitlichen Kulturgruppen hergestellt: Ein seltener Beleg für die Zeitgleichheit zwischen später Mittel- und früher Jungsteinzeit. Was verrät uns dieser Fund über seinen Besitzer und Gebrauch?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Das Goldarmband von Nassenheide

Do, 14. März 2019, 16.00 Uhr

Das 44g schwere Armband wurde 1981 gefunden und datiert in die Mittlere Bronzezeit. Goldene Armbänder mit doppelten Endspiralen sind im Gebiet zwischen Oder und Elbe verbreitet. Sie gelangten aus Südosteuropa im Tausch gegen Bernstein in die Region. Der Fundort Nassenheide liegt in einem Gebiet binnenländischer Bernsteinvorkommen. Möglicherweise waren bereits während der Bronzezeit die Bernsteinlagerstätten in Zehdenick bekannt, die Anfang des 19. Jahrhunderts ausgebeutet wurden. Erfahren Sie mehr über Fundumstände und die Bedeutung des Armbandes bei dieser Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Die Knopfsichel – Erntemesser und „Wert-Messer“

Do, 11. April 2019, 16.00 Uhr

Die Knopfsichel ist eines der häufigsten Geräte der Bronzezeit. Der hervorstehende dornartige Knopf ist eine technisch ausgereifte Lösung zur Befestigung in einem Griff aus Holz, Horn oder Geweih. Die Sichelscheide ließ sich durch Dengeln „Dengeln“ des Blattes wieder schärfen, wodurch sich die Spitze allmählich nach oben krümmte. Depots mit vielen Sicheln belegen, dass sie als Erntegerät dienten und zugleich auch als Tauschobjekt mit bestimmten Wert. Sie hatten offenbar in manchen Regionen eine dem Geld vergleichbaren Wert. Lernen Sie bei dieser Führung die Lebensumstände in dieser Zeit und ein Objekt aus der Bronzezeit näher kennen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Mit dem Kreuzzug von Frankreich nach Brandenburg. Eine Gürtelschnalle aus Limoges

Do, 9. Mai 2019, 16.00 Uhr

1147 ruft Bernhard von Clairvaux zum zweiten Kreuzzug nach Jerusalem gegen die „Heiden“ auf. Das ist dem sächsisch-deutschen Landesherrn willkommener Anlass, selbst einen Kreuzzug, wie schon 1108 im Wendenkreuzzug, gegen die östlichen Nachbarn zu führen. Unter Führung Albrechts des Bären, Heinrich des Löwen und anderer Herren zieht man quer durch Brandenburg gen Osten. In diesem historischen Kontext ist folgender Fund zu betrachten. Ein arabischer Kamelreiter mit Krummsäbel verziert als Emaille-Einlage die Gürtelschnalle. Sie stammt aus Limoges in Frankreich und belegt neben Fernverbindungen auch Ideologie und Gedankengut ritterlicher Kreise der Kreuzzugszeit. Welchen Einblick gibt uns dieser Fund in die von Kreuzzügen geprägte mittelalterliche Welt?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Feuerstülpe oder Sieb. Ein sonderbares Gefäß aus Potsdam

Do, 13. Juni 2019, 16.00 Uhr

Ein im Jahr 1999 in Satzkorn, Potsdam, gefundenes Keramikgefäß nebst sechs Löffel, gibt Rätsel auf. Dieses Ensemble aus Keramikgeräten stammt aus einer Siedlungsgrube. Vermutlich handelt es sich um eine Feuerstülpe. Das korbartige Gefäß aus durchlöchertem Ton, konnte zum Schutz über das offene Feuer gestellt werden. Oder ist eine Verwendung als Sieb auch vorstellbar? Was sagen uns neuere naturwissenschaftliche Untersuchungen?

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Das Buch mit sieben Siegeln. Buchschließen oder Beschläge?

Do, 11. Juli 2019, 16.00 Uhr

Drei mittelalterliche bronzene Buchschließen und ein Beschlag geben der Forschung Rätsel auf. Gefunden wurden sie in Sellessen, Herzberg, Kausche und Madlow. An welchen Gegenständen gelangten sie nach Brandenburg – an Büchern, Kästen oder Riemen? Sind die teilweise undeutlichen Buchstaben auf der Oberfläche Kürzel oder Initialen, z.B. des Herstellernamens? Stammen die einander sehr ähnlichen Stücke aus derselben Werkstatt – vielleicht in Süddeutschland? Erfahren Sie bei diesem Kurzvortrag Interessantes über den Umgang mit Büchern.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Tönerne Gesichter des Spätmittelalters. Die Gesichtskrüge aus Potsdam

Do, 8. August 2019, 16.00 Uhr

Die drei in Potsdam gefundenen Gesichtskrüge waren sehr aufwändig herzustellende Keramiken. Seiner hohen Wertschätzung als Schankgefäß entspricht die weite Verbreitung in Mitteleuropa. Als Gesichtskrüge werden Krüge bezeichnet, die ein bärtiges Gesicht am Gefäßhals tragen, das im Gegensatz zu den typischen ‚Bartmännern’ nicht in einer Matrize ausgeformt, sondern freihändig modelliert ist. Eine Modeerscheinung, die auch in späterer Zeit noch anzutreffen ist.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein Schädel mit „Pfeiffenlöchern“ aus dem 18. Jahrhundert

Do, 12. September 2019, 16.00 Uhr

Von Amerika kommt der Tabak im 16. Jahrhundert nach Europa. In den folgenden Jahrhunderten wird Pfeifenrauchen zu einer Modeerscheinung, die ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert erreicht, wobei Rauchen nicht nur auf Männer beschränkt bleibt, sondern auch Frauen sich diesem Genuss hingeben. Die Pfeifen sind dabei immer der aktuellen Mode unterworfen, können Ausdruck politischer Gesinnungen werden und verändern daher schnell ihr Aussehen, weshalb ein Archäologe sie besonders gut einer bestimmten Zeit zuordnen kann. Am hier vorgestellten Schädel lassen sich die Folgen von kontinuierlichem Pfeifenrauchen im Frontzahnbereich sehr gut darstellen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Ein Wandbrunnen aus Lindow

Do, 10. Oktober 2019, 16.00 Uhr

Bei Ausgrabungen im Ortskern von Lindow wurde ein größerer Komplex mit Töpfereiabfällen aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts nachgewiesen. Töpfe und Schüsseln, teilweise schon mit Ornamenten bemalt, aber noch unglasiert, zeigen das haushaltsübliche Spektrum jener Zeit. Ein herausragendes und überaus seltenes Stück ist ein reich verzierter Wandbrunnen mit Wasserkasten und Deckel. Was dieser Brunnen für Geheimnisse verbirgt, erfahren Sie bei unserer Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Die ältesten Goldfunde aus Brandenburg. Eine reiche Dreifachbestattung in Wustermark

Do, 14. November 2019, 16.00 Uhr

Archäologische Untersuchungen in Wustermark im August 2004 förderten eine Dreifachbestattung zutage. In einer Grabgrube fanden sich genau übereinander drei Skelette. Die Verstorbenen waren im Kopfbereich mit goldenen Ringen ausgestattet, die entgegen ihrer Form und ihres Gewichtes, nicht als Fingerringe, sondern als Teil des Haar- oder Kopfschmucks zu deuten sind. Erfahren Sie weitere interessante Einzelheiten zu dieser besonderen Bestattung in der Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Der Überraschungsfund zur Adventszeit

Do, 12. Dezember 2019, 16.00 Uhr

Am Ende des Jahres wird ein persönliches Lieblingsstück präsentiert, welches eine spannende Geschichte in sich birgt. Erleben Sie, wie Kulturgeschichte und Archäologie ausgehend von einem Objekt facettenreich erzählt werden.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr