Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 11.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


03.03.2020

Rennofen und Roggenfeld. Vorrömische Eisenzeit und römische Kaiserzeit in Brandenburg

Di, 03. März 2020, 11.00 Uhr

Eisen war vor langer Zeit ein rares und somit kostbares Gut. Doch immerhin verliehen Kenntnis und Verwendung dieses Metalls einer ganzen archäologischen Epoche ihren Namen: die Eisenzeit.
Musste man noch im 6. Jh. v. Chr. Roheisen aus dem keltischen Süden importieren, gelang es ab dem 3. Jh. v. Chr. den begehrten Rohstoff aus hiesigem Raseneisenerz zu gewinnen. Ab dieser Zeit gehören vermehrt eiserne Pflüge und Sicheln ebenso wie Schwerter, Pfeilspitzen und anderes Gerät zum archäologischen Fundgut.
In dieser Führung erfahren die Teilnehmer auch, dass eine Klimaverschlechterung die Umwelt und Speisepläne der damaligen Menschen veränderte, der Einfluss ferner Römer bis ins heutige Brandenburg reichte und Tieropfer nicht selten zum Hausbau gehörten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


07.04.2020

Streitaxt, Stabdolch, Ulfberht-Schwert. Besondere Waffen und Statussymbole im Wandel der Zeiten

07. April 2020, 11.00 Uhr

Aus der Vorgeschichte tauchen immer wieder Artefakte auf, deren Verwendung nur auf den ersten Blick schlüssig scheint. Waren riesige, zuweilen aufwendig polierte Steingeräte wirklich für den alltäglichen Gebrauch gedacht, dienten sie als besondere Waffen oder galten sie eher als exklusives Statussymbol?
Ähnliche Fragen ranken sich um die beeindruckenden Stabdolche und wunderschönen, aber nicht immer einsatzfähigen Schwerter der Bronzezeit.
Auch für andere Epochen lassen sich immer wieder Objekte ausmachen, die aus dem Fundmaterial herausragen, aber nicht immer leicht zu deuten sind.
Auf diesem Rundgang durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums lernen wir weitere Artefakte kennen, die einen Hauch von Status, Macht und etwas ganz Besonderem tragen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


05.05.2020

Vom Trichterbecher zum Kugeltopf. Gefäßvielfalt von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter

Di, 05. Mai 2020, 11.00 Uhr

In den Vitrinen vieler Museen sind große Mengen an Töpfen, Schalen, Bechern und Schöpfgefäßen ausgestellt. Manchmal bewundern wir ihre Formgebung und Verzierung, doch nicht selten können wir mit schlichten Keramiken oder ihren Fragmenten wenig anfangen.
Für den Archäologen hingegen sind Gefäße eine aussagekräftige Fundgattung, die oft sogar namensgebend für archäologische Kulturen ist, wie Trichterbecher, Glockenbecher und Kugelamphoren eindrucksvoll belegen.
Aber auch für Nicht-Archäologen bietet dieses Thema spannende Einblicke in vergangene Epochen. Werfen wir daher einen Blick auf Schachteln aus Birkenrinde, die aufblühende Keramikherstellung der Jungsteinzeit und besondere Urnen der Bronzezeit. Auch Gold, Glas und andere Materialien werden uns auf dieser Führung begegnen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


05.05.2020

Führung zum 43. Internationalen Museumstag – Klosterleben in Brandenburg an der Havel – Das Paulikloster

Di, 17. Mai 2020, 14.00 Uhr

Führung zum 43. Internationalen Museumstag mit dem Brandenburger Archäologen Dietmar Rathert

www.museumstag.de

„Bete und arbeite“-Mönchtum im mittelalterlichen Brandenburg. Noch heute strahlt das Brandenburger Paulikloster etwas Geheimnisvolles aus. Folgen Sie uns auf den Spuren des Dominikanerordens. Erfahren Sie etwas über den Tagesablauf der Mönche, wie lebten und arbeiteten sie. Warum war es ein Orden der Wissenschaft und was verhalf ihm zu solch einer Popularität? Wie konnte man zu damaliger Zeit derartig imposante Gebäude errichten? Was waren die Maxime des Ordens? Diese und weitere Fragen, werden Ihnen während der Führung beantwortet.

Eintritt frei!


02.06.2020

Geröstet, gemahlen und vergoren. Speis und Trank durch die Zeiten

02. Juni 2020, 11.00 Uhr

Ob exotische Früchte, einheimische Produkte oder schnelles Fast Food für zwischendurch – unsere heutige Ernährung ist von, nicht selten zweifelhafter, Vielfalt geprägt.
Doch was stand bei unseren Vorfahren auf dem Speiseplan und woher bezog man die Nahrung überhaupt?
In dieser Führung erfahren wir, dass auch heute beliebte Früchte und Pflanzen bereits in den Tundren der letzten Eiszeit gesammelt wurden und schauen dem Jäger und Sammler in Vorratsgrube in Röststelle. Besonders spannend wird die Ernährung natürlich mit dem Sesshaft werden und den ersten Ackerbauern. Was wuchs auf den Feldern und in den Gärten der jungsteinzeitlichen Siedlungen?
Interessant wird es auch, wenn wir schauen, was Bauer, Mönch und Edelmann im Mittelalter aßen. Natürlich wird geklärt, wann Roggenbrot, Hühnerei, Käse und das allseits beliebte Bier Einzug in die hiesige Küche hielten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


07.07.2020

Leder, Leinen, Pelzbesatz – Schmuck und Kleidung im Wandel der Zeiten

Di, 07. Juli 2020, 11.00 Uhr

Kleidung schützt den Menschen seit jeher vor Witterungseinflüssen und sagt gleichzeitig viel über Herkunft, Geschlecht und soziale Stellung des Trägers oder der Trägerin aus. Nicht zuletzt Modegeschmack und Schönheitsideal einer jeweiligen Epoche werden anhand des äußeren Erscheinungsbildes greifbar.
Auch wenn sich Leinen, Wolle oder Leder nur selten im Boden erhalten haben, gibt es eben doch immer wieder spektakuläre Funde von Kleidungsstücken oder deren Fragmenten. Häufiger hingegen stößt der Archäologe auf Schmuck und Accessoires, die - je nach Epoche - aus Knochen, Geweih, Metall oder Glas hergestellt sein konnten.
Auf dieser Führung, die besonders gut zur aktuellen Sonderausstellung „LEINENlos“ passt, widmen wir uns ganz dem modischen Geschmack unserer Vorfahren.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


04.08.2020

Messer, Mohn und Aderlass. Behandlungsmethoden von der Vorgeschichte bis zur frühe Neuzeit

04. August 2020, 11.00 Uhr

Werden wir heute krank, gehen wir zum Arzt oder kurieren uns selbst mit Mitteln aus der Apotheke.
Doch wie heilten die Menschen in vergangenen Zeiten einfache Blessuren oder ernsthafte Erkrankungen?
Bei archäologischen Untersuchungen sind Funde von medizinischem Gerät und Spuren von Heilpflanzen und Arzneien eine Seltenheit, aber es gibt sie. Auch Schriftquellen verraten, vor allem für das Mittelalter und die Neuzeit, Aufschlussreiches über die Behandlung von Krankheiten und den Umgang mit Erkrankten.
Aussagekräftig sind auch menschliche Skelette, die viel über den Gesundheitszustand eines Individuums verraten können. Besonders für frühe, noch schriftlose Gesellschaften liefern Knochen wichtige Informationen. So wissen wir, dass man bereits in der Jungsteinzeit Trepanationen durchführte, bei denen der menschliche Schädel geöffnet wurde.
Eine Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums auf den Spuren von Heilkunst und früher Medizin.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


01.09.2020

Blockhaus, Triglav, Silberschatz. Das slawische Mittelalter in Brandenburg

Di, 01. September 2020, 11.00 Uhr

In dieser Führung begeben wir uns in das 7. bis 12. nachchristliche Jahrhundert – einem Zeitraum, der in unseren Breiten auch slawisches Mittelalter genannt wird.
Bis heute haben sich zahlreiche archäologische Spuren der slawischen Besiedlung erhalten. Hierzu zählen Überreste slawischer Burgen, Bestattungen, Kultplätze, Siedlungen aber auch Schätze mit mehrheitlich fremden Münzen.
Gemeinsam erkunden wir die Slawenabteilung des Archäologischen Landesmuseums und lernen nicht nur interessante Artefakte sondern auch frühmittelalterliche Schriftquellen zu den slawischen Stämmen zwischen Ostsee, Elbe und Oder kennen.
Aus diesen erfahren wir, welchen Eindruck die Slawen bei ihren Nachbarn und fremden Reisenden hinterließen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


03.11.2020

Kloster, Bauer, Edelmann. Das deutsche Mittelalter aus archäologischer Sicht

Di, 03. November 2020, 11.00 Uhr

In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts kamen zahlreiche Neusiedler in das ehemals heidnische Slawenland zwischen Elbe und Oder. Einfache Bauern aber auch einflussreiche und um Landbesitz und weltlichen Einfluss ringende Adlige gehörten zu ihnen.
Mit den neuen Bewohnern aus meist westlichen Regionen wie dem Rheinland gelangten viele Neuerungen in das Gebiet. Agrarische Innovationen wie der Räderpflug und Drainagearbeiten zum Trockenlegen von Sümpfen gehörten ebenso in diese Zeit wie das Anlegen neuer Dörfer und erster Städte.
Auch das Christentum fasste nun endgültig Fuß in den Gebieten östlich der Elbe. Einfache Holz- und Steinkirchen, Kapellen und prächtige Dome beherrschten das Bild in Dorf und Stadt. Klosterorden wie Zisterzienser, Franziskaner und Dominikaner erschlossen Land und Städte und trieben die Christianisierung voran.
Begeben wir uns auf eine archäologische Spurensuche durch das Mittelalter im heutigen Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


29.12.2020

Weihnachten im Museum: Mit dem Landesarchäologen durch die Dauerausstellung

Di, 29. Dezember 2020, 11.00 Uhr

Kurz vor dem Jahreswechsel lädt der Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums Prof. Dr. Franz Schopper, traditionell zu einer besonderen Führung ein. Der Direktor stellt seine persönlichen Lieblingsfunde vor, erläutert ihre Geschichte, die Umstände ihres Auffindens und ihre Besonderheiten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

Fund im Fokus

An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird komprimiert auf 30 Minuten ein besonderer Fund des Archäologischen Landesmuseums vorgestellt, der historische Kontext wird genauso erläutert wie die Fundumstände und die Bedeutung für die Wissenschaft.

Termin: jeweils am zweiten Donnerstag des Monats
Uhrzeit: 16.00 Uhr (Dauer i. d. R. 30 Minuten)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


Die Axt im Haus – Eine Streitaxt aus Dahme

Do, 12. März 2020, 16.00 Uhr

Archäologisch unterscheiden sich im Allgemeinen Äxte von Beilen durch das Vorhandensein eines Schaftlochs. Eine weitere Besonderheit stellen die sogenannten Bootsäxte dar. Diese gehören zu den elegantesten Kleinplastiken aus Stein, die während der Steinzeit geschaffen wurden.
Waren diese Äxte Statussymbol und schlossen aufgrund ihrer Ausgestaltung die Verwendung als Waffe oder Werkzeug aus? Eine Axt diesen Typs, gefunden in Dahme und datiert in die Zeit 2800 bis 2200 v.Chr. wird in dieser Führung näher beschrieben.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Eine römische Zwiebelknopffibel

Do, 09. April 2020, 16.00 Uhr

Gegenstände und Ideen aus der keltischen und römischen Welt wurden vielfach im Bereich des heutigen Brandenburg nachgeahmt und einzelne Trachtelemente aus dem Süden importiert. Dazu gehörten vor allem die sogenannten Fibeln.
Eine aus dem 4./5. Jahrhundert v.Chr. stammende und aus Bronze gefertigte, vergoldete Zwiebelknopffibel könnte als ein Rangabzeichen zu einer römischen Soldatentracht oder der Kleidung eines römischen Beamten gehört haben. Zwiebelknopffibeln wurden fast nur von Männern getragen. Die hier vorgestellte Fibel gibt uns einige Rätsel auf, die es zu lösen gilt.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
keine Führungsgebühr


Aktivführung für Groß und Klein – Von der Rentierjagd zum Ackerbau

19. Juni 2020, 15.00 Uhr

Bei dieser Führung tauchen wir ein in die Welt unserer prähistorischen Vorfahren und lernen Wissenswertes über die Umweltbedingungen, Überlebensstrategien und den Alltag während der Steinzeiten.
Im Rahmen einer altersgerechten und interaktiven Führung durch die Dauerausstellung des Landesmuseums werfen wir einen Blick auf das Dasein der Jäger, Sammler und Fischer während der letzten Eiszeit und in der weitaus wärmeren Mittleren Steinzeit. Anschließend erfahren wir, wie und warum sich die Lebenswelt mit der Ankunft der ersten Ackerbauern und Viehzüchter drastisch veränderte.
Repliken zum Anfassen bringen den Teilnehmenden die Führungsinhalte auf ganze besondere Weise näher und machen das Wissen zusätzlich erfahrbar.
Im Anschluss wird beim gemeinsamen Mehlmahlen der Aufwand bei der steinzeitlichen Nahrungserzeugung nachempfunden. Wir lernen auch, was auf einem vorgeschichtlichen Speisezettel gestanden haben mag und wie Feuer entfacht wurde.

Da der Praxisteil im Freien stattfindet, bitten wir darum, die Kleidung dem Wetter entsprechend anzupassen. Bei extremen Witterungsbedingungen behalten wir uns vor, den Praxisteil ausfallen zu lassen oder abzuwandeln.
Die Aktivführung dauert ungefähr 1,5 Stunden. Die Veranstaltung ist geeignet für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren.

kostenlos


Mit dem Fachmann in die Jungsteinzeit

20. Juni 2020, 14.00 Uhr

Expertenführung mit Ralf Lehmphul M.A., BLDAM

Der Archäologe Ralf Lemphuhl M.A. vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum lädt zu einer fachkundigen Expertenführung durch die Dauerausstellung des Hauses.
Thema ist die Jungsteinzeit im Land Brandenburg und dem angrenzenden Nord- und Mitteleuropa. Erfahren Sie, wie sich der – in unseren Breiten durchaus langwierige – Übergang zu der jägerischen zur sesshaften Lebensweise vollzog und welche aktuellen archäologischen Ergebnisse unser Wissen zum letzten Abschnitt der Steinzeit erweitern.
Den Teilnehmenden begegnen die beeindruckende Formenvielfalt der jungsteinzeitlichen Keramik, fremd wirkende Bestattungssitten und Kulturpraktiken ebenso wie die Verwendung des Rohstoffs Stein, aus dem u.a. Flintklingen, Pfeilspitzen, Beile, Äxte und meisterlich bearbeitete Steindolche gefertigt wurden.

Die Dauer der Führung beträgt ungefähr eine Stunde und ist für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.

kostenlos


06.10.2020

AUSGESCHLOSSEN. Archäologie der NS-Zwangslager

06. Oktober 2020, 11.00 Uhr

Sonderführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Ausgeschlossen. Archäologie der NS-Zwangslager“.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


01.12.2020

Hockergrab und Leichenbrand - Bestattungssitten unserer Vorfahren

01. Dezember 2020, 11.00 Uhr

Bestattungen sind für Archäologen besonders aussagekräftige Befunde. Obwohl es zunächst widersprüchlich klingen mag, so liefern Gräber, aber auch die Verstorbenen selbst, den Experten zahlreiche Informationen über das Leben vor langer Zeit.
Nicht nur Glaubensvorstellungen und der darauf basierende Umgang mit dem Tod spiegeln sich in den Bestattungen wider. Wir erfahren dank Grabuntersuchungen auch, ob Friedhöfe in der Nähe von Siedlungen angelegt wurden, welche Kleidung und welchen Schmuck den Verstorbenen mitgegeben wurden, wieviel Arbeitsaufwand hinter der Anlage eines Grabes stand und vieles mehr.
Anthropologische Untersuchungen können auch enthüllen, wie alt die Verstorbenen waren und unter welchen Krankheiten sie zu Lebzeiten litten.
Wagen wir einen Blick in das Reich der Verstorbenen bei einer Sonderführung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr