Die Führungen erfolgen unter der Einhaltung gängiger Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Da die Publikumszahl pro Führung beschränkt ist, empfiehlt sich eine Reservierung im Vorfeld.
Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an: info@landesmuseum-brandenburgsäödfkl2_AA.de oder melden Sie sich telefonisch an unter: 03381/4104112
Bei Nichtanmeldung können wir Ihnen eine Teilnahme an der Führung leider nicht garantieren.


Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 11.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


17.06.2022

Rennofen und Roggenfeld – Die vorrömische Eisenzeit in Brandenburg

Sonderführung im Rahmen der Europäischen Archäologietage

Fr, 17. Juni 2020, 11.00 Uhr

Diese Führung bildet den Auftakt zu unserem Programm der Europäischen Archäologietage 2022.
Da die Beiträge in diesem Jahr ganz im Zeichen der keltischen Regenbogenschüsselchen stehen, nimmt diese Führung den zeitlichen Kontext dieser Münzen ins Visier – die vorrömische Eisenzeit.

Eisen war noch im 8. vorchristlichen Jahrhundert ein rares und somit kostbares Gut. Doch seine Härte und wohl auch seine Seltenheit machten es zu einem begehrten Rohstoff, welcher immerhin einer ganzen Epoche ihren Namen verlieh.
Musste man noch im 6. Jh. v. Chr. Roheisen aus dem keltischen Süden importieren, gelang es bald den begehrten Rohstoff aus hiesigem Raseneisenerz zu gewinnen. Vermehrt gehören seitdem eiserne Pflüge und Sicheln ebenso wie Schwerter, Pfeilspitzen und anderes Gerät zum archäologischen Fundgut.

In dieser Führung begegnen den Teilnehmer*innen aber nicht nur Eisenobjekte. Auch bronzener Schmuck, aufsehenerregend verfüllte Erdschächte, Klimaschwankungen und Roggen gehören in diese Zeit.

Dauer: ca. 60 Minuten

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


05.07.2022

Geröstet, gemahlen und vergoren. Speis und Trank durch die Zeiten

05. Juli 2020, 11.00 Uhr

Ob exotische Früchte, einheimische Produkte oder schnelles Fast Food für zwischendurch – unsere heutige Ernährung ist von, nicht selten zweifelhafter, Vielfalt geprägt.
Doch was stand bei unseren Vorfahren auf dem Speiseplan und woher bezog man die Nahrung überhaupt?
In dieser Führung erfahren wir, dass auch heute beliebte Früchte und Pflanzen bereits in den Tundren der letzten Eiszeit gesammelt wurden und schauen dem Jäger und Sammler in Vorratsgrube in Röststelle. Besonders spannend wird die Ernährung natürlich mit dem Sesshaft werden und den ersten Ackerbauern. Was wuchs auf den Feldern und in den Gärten der jungsteinzeitlichen Siedlungen?
Interessant wird es auch, wenn wir schauen, was Bauer, Mönch und Edelmann im Mittelalter aßen. Natürlich wird geklärt, wann Roggenbrot, Hühnerei, Käse und das allseits beliebte Bier Einzug in die hiesige Küche hielten.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


06.09.2022

Messer, Mohn und Aderlass. Behandlungsmethoden von der Vorgeschichte bis zur frühe Neuzeit

06. September 2022, 11.00 Uhr

Werden wir heute krank, gehen wir zum Arzt oder kurieren uns selbst mit Mitteln aus der Apotheke.
Doch wie heilten die Menschen in vergangenen Zeiten einfache Blessuren oder ernsthafte Erkrankungen?
Bei archäologischen Untersuchungen sind Funde von medizinischem Gerät und Spuren von Heilpflanzen und Arzneien eine Seltenheit, aber es gibt sie. Auch Schriftquellen verraten, vor allem für das Mittelalter und die Neuzeit, Aufschlussreiches über die Behandlung von Krankheiten und den Umgang mit Erkrankten.
Aussagekräftig sind auch menschliche Skelette, die viel über den Gesundheitszustand eines Individuums verraten können. Besonders für frühe, noch schriftlose Gesellschaften liefern Knochen wichtige Informationen. So wissen wir, dass man bereits in der Jungsteinzeit Trepanationen durchführte, bei denen der menschliche Schädel geöffnet wurde.
Eine Führung durch die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseums auf den Spuren von Heilkunst und früher Medizin.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


01.11.2022

Kloster, Bauer, Edelmann. Das deutsche Mittelalter aus archäologischer Sicht

Di, 01. November 2022, 11.00 Uhr

In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts kamen zahlreiche Neusiedler in das ehemals heidnische Slawenland zwischen Elbe und Oder. Einfache Bauern aber auch einflussreiche und um Landbesitz und weltlichen Einfluss ringende Adlige gehörten zu ihnen.
Mit den neuen Bewohnern aus meist westlichen Regionen wie dem Rheinland gelangten viele Neuerungen in das Gebiet. Agrarische Innovationen wie der Räderpflug und Drainagearbeiten zum Trockenlegen von Sümpfen gehörten ebenso in diese Zeit wie das Anlegen neuer Dörfer und erster Städte.
Auch das Christentum fasste nun endgültig Fuß in den Gebieten östlich der Elbe. Einfache Holz- und Steinkirchen, Kapellen und prächtige Dome beherrschten das Bild in Dorf und Stadt. Klosterorden wie Zisterzienser, Franziskaner und Dominikaner erschlossen Land und Städte und trieben die Christianisierung voran.
Begeben wir uns auf eine archäologische Spurensuche durch das Mittelalter im heutigen Brandenburg.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

18.06.2022

Spuren der Kelten in Brandenburg

Eine Führung mit dem Archäologen Reinhold Schulz M.A. im Rahmen der Europäischen Archäologietage

Sa., 18.06.2022 Uhrzeit: 14 Uhr

Als in der Nähe des kleinen Dorfes Baitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark 41 so genannte Regenbogenschüsselchen geborgen wurden, war die Sensation perfekt.
Fachleute staunten und die internationale Presse berichtete ausführlich über den Fund. Dabei wirken die unverzierten, etwa fingernagelgroßen Schälchen auf den ersten Blick recht unscheinbar. Doch dieser Eindruck trügt nachhaltig.
Bei den Baitzer Regenbogenschüsselchen handelt es sich um den größten Fund keltischer Münzen ganz Ost- und Mitteldeutschlands und den ersten keltischen Goldfund in Brandenburg überhaupt. Doch wie waren diese Reichtümer vor mehr als 2000 Jahren in eine Siedlung fernab des keltisch geprägten Kulturraumes gelangt?
Diesen und anderen Fragen widmet sich der Archäologe Reinhold Schulz M.A. in seiner Führung. Als Kenner der Regenbogenschüsselchen erläutert er, welche Rolle diese in der keltischen Welt spielten und wie sie zu ihrem besonderen Namen kamen. Der kurzzeitig im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg ausgestellte Goldschatz von Baitz wird hierbei ausführlich in den Fokus genommen.
Die Teilnehmenden erfahren zudem, dass auch andere archäologische Funde aus dem Land Brandenburg auf eine Verbindung zwischen Kelten und frühgermanischen Gruppen im eisenzeitlichen Nordmitteleuropa verweisen.

Dauer etwa 1h
Eintritt: Erwachsene 5 € / Ermäßigt 3,50 € / Familien 10 € /
Kinder unter 10 Jahren frei
keine Führungsgebühr
Anmeldung erbeten unter: fatima.wollgast@bldam-brandenburg.de / 03381 - 41 0 41 12


07.06.2022

Trichterbecher und Kugeltopf – Die Welt der Gefäße von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter

Di. 7. Juni 2022, 11.00 Uhr

In den Vitrinen vieler Museen sind große Mengen an Töpfen, Schalen, Bechern und Schöpfgefäßen ausgestellt. Manchmal bewundern wir ihre Formgebung und Verzierung, doch nicht selten können wir mit schlichten Töpfen oder ihren Fragmente wenig anfangen. Für den Archäologen hingegen sind Gefäße eine aussagekräftige Fundgattung, die oft sogar namensgebend für archäologische Kulturen ist, wie Trichterbecher, Glockenbecher und Kugelamphoren eindrucksvoll belegen. Aber auch für Nicht-Archäologen bietet dieses Thema spannende Einblicke in vergangene Epochen. Werfen wir daher einen Blick auf Schachteln aus Birkenrinde, die aufblühende Keramikherstellung der Jungsteinzeit und besondere Urnen der Bronzezeit. Auch Gold, Glas und andere Materialien werden uns auf dieser Führung begegnen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


04.10.2022

Blockhaus, Triglav, Silberschatz. Das slawische Mittelalter in Brandenburg

Di, 04. September 2022, 11.00 Uhr

In dieser Führung begeben wir uns in das 7. bis 12. nachchristliche Jahrhundert – einem Zeitraum, der in unseren Breiten auch slawisches Mittelalter genannt wird.
Bis heute haben sich zahlreiche archäologische Spuren der slawischen Besiedlung erhalten. Hierzu zählen Überreste slawischer Burgen, Bestattungen, Kultplätze, Siedlungen aber auch Schätze mit mehrheitlich fremden Münzen.
Gemeinsam erkunden wir die Slawenabteilung des Archäologischen Landesmuseums und lernen nicht nur interessante Artefakte sondern auch frühmittelalterliche Schriftquellen zu den slawischen Stämmen zwischen Ostsee, Elbe und Oder kennen.
Aus diesen erfahren wir, welchen Eindruck die Slawen bei ihren Nachbarn und fremden Reisenden hinterließen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


06.12.2022

Mit Wolfszahn und Gürteldose. Schmückendes durch die Jahrtausende

06. Dezember 2022, 11.00 Uhr

Ob ein paar schöne Ohrringe, die gute Armbanduhr, ein Piercing oder ein Tattoo – wir schmücken uns gern und vielgestaltig. Natürlichen verraten Accessoires und Körperschmuck einiges über Träger und Besitzer. Alter, Modegeschmack, aber auch Zugehörigkeit zu einer (Sub-) Kultur und die Größe des Geldbeutels lassen sich an Ihnen ablesen.
Nicht anders verhielt es sich in vergangenen Zeiten. Bereits in der mittleren Steinzeit verschönerten Colliers aus Tierzähnen und aufgenähte Grandeln und Muscheln den Look unserer Vorfahren.
In welcher Zeit Bernsteinperlen, Arm- und Beinbergen, Torques und Schläfenringe besonders beliebt waren und was diese über die einstigen Besitzer aussagen, erfahren Sie in dieser Führung.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr