Sonderführungen

Reisen durch Zeiten und Welten: Archäologische Funde geben einen Einblick in das Leben der Menschen vergangener Zeiten. Jeweils ein spannendes Thema steht im Mittelpunkt der monatlich stattfindenden Sonderführungen und laden zu einer Zeitreise durch die Geschichte Brandenburgs ein.

Termin: jeden ersten Dienstag im Monat (außer an Feiertagen)
Uhrzeit: 11.00 Uhr (Dauer i. d. R. 1 h)
Eintritt: regulärer Museumseintritt, keine Führungsgebühr


19.05.2024

Internationaler Museumstag 2024 – Tastführung durch die Dauerausstellung

19. Mai. 2024, 13 Uhr

Internationaler Museumstag: Museum heißt Miteinander

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg kann mit echten Superlativen aufwarten: Auf einer Fläche von 2000 m² werden etwa 10 000 ausgewählte Exponate aus der Landesarchäologie ausgestellt.

Doch wie lässt sich diese beeindruckende museale Präsentation für seheingeschränkte, blinde und sehende Besucher:Innen erfahrbar machen?

Wir möchten im Rahmen dieser barrierefreien Führung einladen, Archäologie mit Neugier und mit allen Sinnen zu erleben. Gemeinsam werden ausgewählte originale oder nachgebaute Artefakte berührt, um Herstellungstechniken und Verzierungen zu erspüren.

Auch können Rohmaterialien ertastet und so ihre Eigenschaften untersucht werden. Gerüche und Klänge werden ebenfalls Teil der Führung sein. Dieses inklusive Vermittlungsformat setzt den Startschuss für weitere zukünftige Veranstaltungen dieser Art im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg.

Beginn: 13 Uhr (Dauer ca. 1h)
Treffpunkt ist das Museumsfoyer
Kosten: Eintritt Erwachsene 5,00 €
Eintritt Erwachsene ermäßigt 3,50 €
Eintritt frei für Begleitpersonen

Es wird keine Führungsgebühr erhoben.
Um Anmeldung wird gebeten: info@landesmuseum-brandenburg.de oder
unter 03381 / 410 41 12 (Di bis So jeweils 10 bis 17 Uhr)
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


04.06.2024

Hoch gelegen und gut bewehrt Befestigungen im Wandel der Zeiten

04. Juni 2024, 11 Uhr

Denken wir an Befestigungsanlagen, so taucht vermutlich das Bild einer steinernen Burg von unseren Augen auf. Ein durchaus passender Gedanke bezogen auf das Deutsche Mittelalter und die frühe Neuzeit.
Aber auch trutzige Stadtmauern und Wehrtürme dienten dem Schutz von Orten oder Landstrichen und waren zudem markante Zeichen von Macht und Herrschaft.
Doch bereits in früheren Epochen errichteten Menschen ähnliche Anlagen. So begegnen uns auf der Führung befestigte Siedlungen der ausgehenden Bronzezeit. Meist erbaut auf schwer zugänglichen Höhenzügen boten sie ihren Einwohnern Schutz vor unerwünschten Besuchern. Auch slawische Burgwälle, welche zuweilen schwer erreichbar auf Inseln- und Halbinseln thronten, dienten als Wehranlagen und Herrschaftssitze.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


06.08.2024

Gletscher, Brennholz, Mühlenstau – Mensch und Umwelt im Wandel der Zeiten

06. August 2024, 11 Uhr

In dieser Führung begegnen uns mit dem Ende der letzten Eiszeit, dem Klimaoptimum zu Beginn der Römischen Kaiserzeit und ab dem Spätmittelalter die so genannte Kleine Eiszeit Beispiele für Klimaveränderungen in vergangenen Jahrtausenden.
Was hatte diese Vorgänge hervorgerufen und welche Auswirkungen hatten sie auf das Leben unserer Vorfahren? Doch auch der Mensch nahm maßgeblich Einfluss auf seine Umwelt.
Ackerbau und Viehzucht schufen schon früh offene Landschaften. Der zum Teil enorme Holzbedarf dezimierte Waldbestände. Wasserbetriebene Mühlen und künstliche angelegte Wasserstraßen verliehen Landschaften seit dem Mittelalter ein neues Aussehen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


01.10.2024

Spielerisch in die Vergangenheit? – Kinder im archäologischen Fundmaterial

01. Oktober 2024, 11 Uhr

Heute haben wir klare Vorstellungen, von der Kindheit. Eine liebevolle Erziehung, Spielsachen und Kindergarten sowie Vorschule sollte in diese frühe Phase des Heranwachsens gehören.
Doch wie lebte es sich als Kind in vergangenen Epochen? Für historische Zeiten liegen uns Berichte vor, welche diese Frage teilweise beantworten können. Für schriftlose Gesellschaften müssen wir auf archäologische Quellen und naturwissenschaftliche Untersuchungen zurückgreifen.
In dieser Führung werfen wir einen Blick auf ausgewählte Artefakte und Fundplätze, welche ein Licht auf das Leben der jüngsten Mitglieder vergangener Gesellschaften werfen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr

15.06.2024

Sonderführung – Europäische Archäologietage: Eliten in der Bronzezeit

15. Juni 2024, 11 Uhr – 12 Uhr

Prof. Dr. Franz Schopper, Landesarchäologe

In den Epen Homers begegnen uns mit mächtigen Königshäusern, reichen Städten und kriegerischen Heroen kollektive Erinnerungen an eine frühe mediterrane Blüte: die Bronzezeit. Archäologische Zeugnisse bestätigen das Bild von Eliten, Glanz und Unruhe im östlichen Mittelmeerraum.
Doch wie dürfen wir uns die Gesellschaften der hiesigen Bronzezeit vorstellen? Mit dem Einzug der Zinnbronze um 2200 v. Chr. treten vermehrt Waffen im archäologischen Fundgut auf. D
olch, Stabdolch und Schwert werden als Kriegsgeräte und Statussymbole gleichermaßen gedeutet. Auch reich ausgestattete Gräber von Männern und Frauen ebenso wie Horte mit zum Teil exquisiten Bronzen lassen eine bronzezeitliche Oberschicht erkennen.
Von herausragender Bedeutung ist der Fundplatz Seddin: Ein monumentaler Grabhügel mit außergewöhnlicher Bestattung und der kürzlich entdeckte Grundriss einer riesigen Halle deuten auf ein jungbronzezeitliches Herrschaftszentrum in der Prignitz hin.

Um Anmeldung wird gebeten:
info@landesmuseum-brandenburg.de
oder unter 03381 / 410 41 12 
Di bis So jeweils 10 bis 17 Uhr
Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Kinder unter 10 Jahren frei
Keine Führungsgebühr


09.07.2024

Glänzende Zeiten? – Die Bronzezeit in Brandenburg

09. Juli 2024, 11 Uhr

Etwa um 2200 v. Chr. beginnt in unseren Breiten die Bronzezeit. Namensgebend für diese Epoche ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn – oftmals angereichert durch weitere Elemente.
Ohne weitreichende Kontakte sowie Handels- und Tauschbeziehungen scheint der Siegeszug der Bronze kaum möglich. Auch Bernstein, Salz sowie andere Rohstoffe und Waren legten – wie Menschen, Ideen und Techniken – weite Strecken zurück.
Archäologisch lassen sich einflussreiche Oberschichten, gekennzeichnet durch imposante Grabhügel, Wohnhallen und wertvolle Statussymbole, greifen.
Die Teilnehmenden erwarten auch Einblicke in die Vorstellungswelt der Bronzezeitler: Hierzu gehören Gaben an die Götter, sich wandelnde Bestattungssitten und die Beobachtung der Gestirne.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


Blockhaus, Triglav, Silberschatz – Das Slawische Mittelalter in Brandenburg

03. September 2024, 11 Uhr

Wir begeben uns in das 7. bis 12. nachchristliche Jahrhundert – einem Zeitraum, welcher in unseren Breiten auch als Slawisches Mittelalter bezeichnet wird.
Bis heute haben sich zahlreiche archäologische Spuren der westslawischen Besiedlung zwischen Elbe und Oder erhalten. Hierzu zählen Überreste slawischer Burgen, Bestattungen, Kultplätze, Siedlungen aber auch vergrabene Schätze mit mehrheitlich fremden Münzen.
Die Teilnehmenden lernen nicht nur ausgewählte, zeittypische Artefakte kennen, sondern auch einige frühmittelalterliche Schriftquellen zu den slawischen Stämmen zwischen Ostsee, Elbe und Oder. Aus diesen erfahren wir, welchen Eindruck die Slawen bei ihren Nachbarn und fremden Reisenden hinterließen.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr


05.11.2024

Vom Zelt zum Wohnstallhaus – Schöner Wohnen in der Vorgeschichte

05. November 2024, 11 Uhr

Ein Dach über dem Kopf gehört zu unseren elementaren Grundbedürfnissen. Doch wie erging es unseren Vorfahren?
Wie lebten sie, oder sollten man, in Anleihe an ein schwedisches Möbelhaus, fragen: Wohnten sie schon? Diese Führung führt uns zu den mobil lebenden Menschen der Altsteinzeit, welche auf ihren weiten Wanderungen Hab und Gut bei sich tragen mussten.
Uns begegnen ebenfalls die Jäger, Sammler und Fischer der Mittleren Steinzeit, welche ebenfalls noch nicht sesshaft waren, doch vielfältiges Baumaterial für Zelte und Hütten in den dichten Wäldern jener Zeit fanden. Mit der Jungsteinzeit hielten der Hausbau und somit das Zimmermannshandwerk Einzug.
Große, mehrschiffige Häuser, bewohnt von Mensch und Tier, wurden nun bekannt. Auch in der Bronzezeit schätzte man sein eigenes Heim – ob Blockhaus oder „Königshalle”.

Eintritt 5 € | erm. 3,50 €
Keine Führungsgebühr