Archäologie Aktuell
Um der Öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle archäologische Forschung und eine Vorstellung von den interessanten prähistorischen Hinterlassenschaften zu geben, bietet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg eine Vortragsreihe an, bei der Experten aus Archäologie, Geschichtswissenschaft und Nachbardisziplinen Neues aus ihren Forschungsprojekten präsentieren. Die Geschichte und Archäologie des Landes Brandenburg stehen im Zentrum dieser Vortragsreihe. Es werden aber auch Themen und Forschungsvorhaben vorgestellt, die über Brandenburgs Grenzen hinaus weisen.
Termin: jeden ersten Mittwoch im Monat
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Eintritt: frei
02.09.2026
Zwei Grabungen der Forschungsprojekte zur Ära der Ottonen in Sachsen-Anhalt: Magdeburg Domplatz und Kloster Memleben
02. September 2026, 18.30 Uhr
Dr. phil. Holger Grönwald M.A. (LDA)
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) hat seit geraumer Zeit die archäologischen Forschungen zum Frühmittelalter in Sachsen-Anhalt intensiviert.
Quasi im Kernland der Ottonen wurde ein Arbeitsschwerpunkt zur Untersuchung der Ära der Herrscherdynastie (919–1024) gesetzt, den verschiedene Forschungsgrabungen und Teilprojekte verfolgen.
Der generell siedlungsgeographisch wichtige Fundplatz des Domplatzes in Magdeburg über dem Elbe-Westufer und das Kloster Memleben an der Unstrut zählen entsprechend dazu. Weniger wegen der Beziehung als Bestattungs- und Sterbeort Ottos des Großen als vielmehr ihrer Bedeutung für die frühe Entwicklung monumentaler Bauten und Rolle als Herrschafts- und sakrale Zentren.
Der Vortrag stellt die jüngsten Grabungsergebnisse vor. Im Fall Magdeburg arbeiteten sie 2023 der Aufarbeitung der Altgrabungen zwischen 1959 und 1968 sowie 2001 bis 2003 zu und in Memleben widmeten sie sich der Entwicklung der Memorialkirche der Ottonen und ihres Vorgängerbaus.
Damit schnitten beide Teilprojekte vieldiskutierten Themen der Mittelalterarchäologie sowie kunst- und architekturhistorischen Forschung an und zeigten das Potential für weitere Untersuchungen auf.
Eintritt frei
»Schon was gefunden?« – Ein Frage-und-Antwort-Podcast
Die diesjährigen Europäischen Archäologietage sind für das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum ein willkommener Anlass, sich den Fragen der Interessierten zu stellen.
Was muss ich machen, wenn ich einen vermeintlichen Fund entdecke?
Wie viele Ausgrabungen gibt es im Land Brandenburg jährlich?
Und wer entscheidet, welches Artefakt ins Museum kommt?
Diese und andere Fragen werden in unserer Podcast-Folge zu den Europäischen Archäologietagen beantwortet.
Den Podcast kann man ab dem 18. Juni über folgenden Link hören: https://hyg7ey.podcaster.de
07.10.2026
Mehr als heiße Luft – Propeller und Laser in der Feldarchäologie
07. Oktober 2026, 18.30 Uhr
Michael Schlegel M.Sc., Olaf Reineke B.A. (beide BLDAM)
Brandenburg besitzt zahlreiche ober- und unterirdische Schätze. So z.B. vorgeschichtliche Grabhügel, Gräberfelder und Siedlungsreste sowie neuzeitliche Strukturen aus dem Braunkohlegebiet.
Viele werden durch Baumaßnahmen in Mitleidenschaft gezogen und müssen denkmalpflegerisch betreut werden. Dazu gehört nicht selten die Dokumentation der Strukturen während einer kontrollierten Zerstörung. Aber auch rein forschungsgeschichtliche Fragen wollen beantwortet werden.
Die Ausgrabungsingenieure Michael Schlegel und Olaf Reineke vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege haben allerhand zu tun, um entsprechende Ergebnisse in kurzer Zeit liefern zu können.
Sie und die Grabungsteams arbeiten täglich mit neuen Technologien in den Projekten und werden an diesem Abend »Laser und Propeller« vorstellen sowie deren Anwendungen anhand bewegter Bilder und zahlreicher Beispiele erläutern.
Haben dabei Sonnenschirme, Pinselchen und Kratze in der Archäologie ausgedient? Wo fängt die Dokumentation von Fundplätzen, Bodendenkmälern und Artefakten an, wo endet sie?
Eintritt frei





























































































