Archäologie Aktuell

Um der Öffentlichkeit einen Einblick in die aktuelle archäologische Forschung und eine Vorstellung von den interessanten prähistorischen Hinterlassenschaften zu geben, bietet das Archäologische Landesmuseum Brandenburg eine Vortragsreihe an, bei der Experten aus Archäologie, Geschichtswissenschaft und Nachbardisziplinen Neues aus ihren Forschungsprojekten präsentieren. Die Geschichte und Archäologie des Landes Brandenburg stehen im Zentrum dieser Vortragsreihe. Es werden aber auch Themen und Forschungsvorhaben vorgestellt, die über Brandenburgs Grenzen hinaus weisen.

Termin: jeden ersten Mittwoch im Monat
Uhrzeit: 18.30 Uhr
Eintritt: frei


04.02.2026

Modisch durch die Bronzezeit – Ein Einblick in den bronzezeitlichen Arm- und Beinschmuck Berlin-Brandenburgs

04. Februar 2026, 18.30 Uhr

Anna Bahcivanoglu (M.A.)

Mit Beginn der Bronzezeit (etwa 2200 v.Chr.) und dem neuen Material Bronze wird nicht nur die Herstellung von Waffen und Gera?ten revolutioniert, sondern auch die Herstellung von Schmuck.
Eine Vielzahl an neuen Formen und Verzierungen aus Bronze und Gold kommen auf, darunter für Arm- und Beinringe, Armbänder, Armspiralen, Manschetten und Arm- und Beinbergen.
Der Vortrag wird einen Einblick in die Entwicklung des Bronzezeit Schmuckes geben, mit einem Fokus auf den Arm- und Beinschmuck dieser Zeit.
Von einfachen, unverzierten Ringen bis hin zu goldenen Armbändern, erlaubt das Thema in die persönlichen Accessoires der Prähistorie einzutauchen und so den damaligen Menschen etwas näher zu kommen.

Der Eintritt ist frei.


»Schon was gefunden?« – Ein Frage-und-Antwort-Podcast

 

Die diesjährigen Europäischen Archäologietage sind für das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum ein willkommener Anlass, sich den Fragen der Interessierten zu stellen.
Was muss ich machen, wenn ich einen vermeintlichen Fund entdecke?
Wie viele Ausgrabungen gibt es im Land Brandenburg jährlich?
Und wer entscheidet, welches Artefakt ins Museum kommt?
Diese und andere Fragen werden in unserer Podcast-Folge zu den Europäischen Archäologietagen beantwortet.
Den Podcast kann man ab dem 18. Juni über folgenden Link hören: https://hyg7ey.podcaster.de


Hier geht's zur Online-Premiere des Archäologie-Jahresfilms – Bitte auf das Bild klicken

 

 

 

 

22.01.2026

Archäologischer Jahresrückblick 2025

22. Januar 2026, 18:30 Uhr

Der Historische Verein Brandenburg (Havel) e.V. präsentiert:

Archäologischer Jahresrückblick

Sonderausstellungsraum im Paulikloster

Programm:

Wolfgang Niemeyer:
Altstädsche Fischerstraße – Älteste Altstadt auf schmalem Grabengrund

Zwischen den 1895 verlegten Altleitungen für Trinkwasser und Abwasser wurde im Sommer 2025 eine neue Trinkwasserleitung verlegt. Dabei wurden über eine längere Strecke auf der geschachteten Bausohle unterschiedliche Siedlungsbefunde aufgedeckt: in den Untergrund eingetiefe Konstruktionen, die zu Häusern gehört haben könnten, dazu Spuren von Pfosten neben anderen Grubenfüllungen.
Diese Hinterlassenschaften gehören wohl zu einer Zeitschicht vor Organisaon der Altstadt seit dem 13. Jahrhundert. Ein Teil der Füllungen und Pfostenspuren ist offenbar urgeschichtlichen Ursprungs.

Dietmar Rathert:
Zwischen Rierstraße und Plauer Torturm – archäologische Begleitung der Fernwärmetrasse in der Plauer Straße

Im Vortrag werden die Ergebnisse des 2. Bauabschnittes der Fernwärmeerschließung in der Plauer Straße vorgestellt. Überraschend waren vor allem mittelalterliche Hausgruben im Straßenraum, die auf eine Reorganisaon der Verkehrsführung im 14. Jh. hindeuten.

Janina Ludwig (UDB):
Weitere Holzpfähle und Strukturen vor der Neustadt zwischen Packhof- und Eichamtstraße

Bei einer großen Baumaßnahme Ecke Packhofstraße/Eichamtstraße wurden in einer erheblichen Tiefe von mindestens 1,80 m unter der Oberfläche regelhaft eingeschlagene Holzpfosten sowie Strukturen von Landbefesgungsmaßnahmen aufgedeckt, die teilweise in die Zeit um 1200 datieren.
Damit liegen zum zweiten Mal Befunde vor, die darauf hindeuten, dass der Niederungsbereich vor den Stadtgräben im Mittelalter in einer noch unbekannten Nutzung gestanden haben könnte.

Stefan Dalitz (UDB):
„Wenn die Galerie Sonnensegel am Gohardtkirchplatz bauen will“...

Der geplante Erweiterungsbau für den Verein Sonnensegel am Gotthardtkirchplatz 3 erforderte die Anlage mehrere Einzelfundamente. Trotz der punktuellen Bodeneingriffe wurde eine überraschende und teilweise sehr komplexe Befundlage aufgedeckt, die der Genese der Altstadt neue Puzzleteile hinzufügt.

Kai Schirmer (Fa. Altum):
Neue Untersuchungen im Wohngebiet "Eigene Scholle"

Zur Problemak eines besonderen Fundgebietes In den letzten Jahren wurden im Wohngebiet archäologische Untersuchungen im Zusammenhang mit verschiedenen Bau- und Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Dabei kristallisierte sich der besondere Charakter des Fundareals "Eigene Scholle" immer deutlicher heraus und wirft Fragen zur Genese und zur Deutung der archäologischen Spuren auf.

Torsten Trebeß (Fa. Pmp):
Urnengräber am Mühlenberg in Kirchmöser

Archäologische Ausgrabungen im Zuge der Neuverlegung einer Trinkwasserleitung zwischen Mahlenzien und Kirchmöser erbrachten neue Einblicke in ein seit mehr als einhundert Jahren bekanntes bronze- und früheisenzeitliches Gräberfeld in der Ortslage von Kirchmöser.

Jan Liebrecht (Fa. Pmp):
Ein eisenzeitlicher Siedlungsplatz am Südufer des Möserschen Sees

Der Vortrag stellt die neuesten archäologischen Grabungsergebnisse im Zuge der Trinkwasserneuverlegung zwischen Mahlenzien und Kirchmöser vor. Darüber hinaus wird ein ausgewählter Teil des bislang geborgenen Fundmaterials präsentiert und eingeordnet.

Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zuhörer werden um eine Spende an den Historischen Verein gebeten.